Beach chairs under palm trees
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Weisse Strände, Naturreservate und Ruinen: Sightseeing in und um Tulum

Wer Strandferien liebt, aber nicht auf Kultur, eine abwechslungsreiche Gastronomie und sportliche Aktivitäten verzichten will, findet all das in Tulum auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. 

Aerial view from beach and hotel

Ein Ferienort für alle Fälle

Tulum, eines der beliebtesten Reiseziele an der sogenannten Riviera Maya teilt sich in das Städtchen Tulum Pueblo, das etwa dreieinhalb Kilometer landeinwärts liegt, und die Strand- und Hotelsiedlung Tulum Playa mit ihren Traumstränden am türkisblauen Meer. Was sie eint, ist die durch und durch entspannte Atmosphäre, die den einst von Backpackern und Alternativ-Reisenden entdeckten Ort auch heute noch prägt. Als beste Reisezeit gelten die Monate direkt nach der Regenzeit, also von November bis April.

Street in Tulum
Man enjoying Mexicna food

Pulsierendes Leben im Hinterland

Das einstige Fischerdorf Tulum Pueblo hat sich in ein lebhaftes Städtchen verwandelt: Hier gibt es Geschäfte und Märkte, Shops, Banken und Bike-Verleihe – die nötige Infrastruktur für einen bequemen Aufenthalt. Zudem sind vom Backpacker-Hostel bis zum Luxusresort Unterkünfte für jeden Anspruch vorhanden. Schliesslich ist Tulum Pueblo auch ein Hotspot des Nachtlebens, ganz zu schweigen von den vielen Restaurants und Taco-Spots, die keine gastronomischen Wünsche offenlassen. Im Sommer 2024 wird Tulum ausserdem an den «Tren Maya» angeschlossen, eine neue Bahntrasse, die Yucatán mit seinen Stränden, Naturparks und Maya-Stätten auf einer 1‘500 Kilometer langen Rundstrecke erschliesst.

Beach paradise
Man kite surfing

Strandparadiese mit Hängematte

Kilometerlänge Traumstrände mit feinem weissem Sand – das prägt die «Zona Hotelera» von Tulum Playa. Entlang der Küstenstrasse reihen sich Hotel- und Bungalow-Anlagen aneinander, aber es hat auch Öko-Resorts, Yoga-Retreats und viele Bars, Boutiquen und Mini-Supermärkte. Viele Strandabschnitte gehören zu Hotelanlagen und Beachclubs, dazwischen finden sich aber immer wieder Zugänge zu den öffentlichen Stränden, etwa zur rund zehn Kilometer langen Playa Paraiso, zu Recht so genannt und in Umfragen immer wieder unter die schönsten Strände Mexikos gewählt. Chillen im Sand oder sportliche Aktivitäten im Meer? Hier geht beides, und der Wind sorgt an heissen Tagen nicht nur für Abkühlung, sondern auch für perfekte Kitesurf-Bedingungen. Warum nicht mal den Ritt über die Wellen versuchen? Ein Kurs in einer der Kitesurf-Schulen ist schnell gebucht.

Maya site

Wo die Maya den Sonnenaufgang feierten

Auch für das milde Kontrastprogramm zum Strandleben muss man sich nicht vom Ozean fortbewegen: Einige Kilometer südlich von Tulum liegt direkt am Meer einer der besterhaltenen Maya-Stätten Mexikos. Tulum bedeutet in der Sprache der Maya «Festung der Morgenröte». Vom zentralen Bau des Areals, dem «Castillo»  auf einer Anhöhe, hat man einen atemberaubenden Blick auf den Ozean sowie über die gesamte, vollständig ummauerte Anlage, die ihre Blütezeit als Handelsstützpunkt zwischen 1300 und 1500 n. C. erlebte. Wer will, kann Rundgänge mit kundigen Guides buchen. Profi-Tipp: Unbedingt am frühen Vormittag kommen, wenn es noch nicht so heiss ist – und nicht so voll. Wenn die Besucherströme im Laufe des Tages anschwellen, weicht man einfach auf den unterhalb der Festung liegenden Strand aus.

Cenote with clear water
Woman diving in cenote

Eintauchen in verwunschene Welten

Die Halbinsel Yucatán ist durchsetzt von hunderten Cenotes – mit Wasser gefüllte Kalksteinhöhlen, deren Decken eingestürzt sind, sodass einfallendes Sonnenlicht nahezu magische Reflexe und Lichtspiele auf das Wasser und die zerklüfteten Wände zeichnet. Die Naturpools, die den Maya als heilige Stätten und Trinkwasserquellen zugleich dienten, locken Schwimmer und Schnorchler mit kühlem, kristallklarem Wasser. So auch der Gran Cenote bei Tulum – nur eine von mehreren dieser magischen Orte in der Umgegend. Wer keine Ausrüstung hat, kann Schnorchel und Schwimmflossen übrigens kurzerhand vor Ort mieten.

Woman walking through rain forest
Manatee

Tagestour in die Biosphäre

Sechs Kilometer von Tulum entfernt liegt der Nationalpark Sian Ka’an, der 1986 als Biosphärenreservat der UNESCO ausgewiesen wurde und auch zum Weltnaturerbe zählt. Das Schutzgebiet ist nur über kontrollierte und kostenpflichtige Zugänge erreichbar. Über den von Muyil gelangt man in den dschungelartigen Teil dieses Naturparadieses mit seinen Mangrovenwäldern, einer Süsswasserlagune, Maya-Ruinen und einem einst von den Maya gegrabenen Kanal. Vom Startpunkt Punta Allen gelangt man in den am Meer gelegenen Teil des Parks, wo man auf Bootsfahrten Pelikane und Kormorane, Delfine, Schildkröten und mit Glück sogar Seekühe zu sehen bekommt. Wer sich für eine geführte Tour entscheidet, kann sich auch hier eine Ausrüstung leihen und zwischendurch selbst ein bisschen tauchen gehen.

Woman snorkling and watching lots of fish
Turtles

Wasserballett mit Schildkröten

Wer der wilden Fauna wirklich ganz nah kommen will, sollte einen Abstecher nach Akumal einplanen. Das Wort bedeutet «Schildkröte» in Maya-Sprache, und die Lagune des Hafenstädtchens hat genau das zu bieten – denn hier befindet sich ein Eiablageplatz der urtümlichen Reptilien. Die Carey-Schildkröten, die zwischen Mai und September in die Bucht kommen, stehen natürlich unter Artenschutz – dennoch darf bei grosser Vorsicht und Rücksichtnahme mit ihnen geschnorchelt werden! Man kann in der Bucht ausserdem Korallenriffe erkunden und als «optischen Beifang» viele tropische Fische und sogar Rochen erleben. Akumal ist von Tulum auch per Sammeltaxi erreichbar, die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde. Auch hier gilt in der Hauptreisezeit: früh am Tag erscheinen – bereits ab elf Uhr vormittags kann es am Strand voll werden.

Spider monkeys

Im Reich der Klammeraffen

Weg vom Wasser, ab in den Dschungel: Das Naturreservat Punta Laguna, etwa 40 Kilometer nördlich von Tulum gelegen, hat eine besondere Attraktion zu bieten: Spinnenaffen, auch Klammeraffen genannt! Hunderte von ihnen leben familienweise in dem Reservat, das man mit speziell ausgebildeten Guides in kleinen Gruppen betreten darf. Die kompetente Begleitung empfiehlt sich auch deshalb, weil das Schutzgebiet auch Jaguare und Pumas beherbergt. Während man die Raubkatzen jedoch nicht zu Gesicht bekommt, kann man die Kletterkapriolen der Affen, die ihren kräftigen Schwanz als Greifhilfe einsetzen, von den schmalen Dschungelpfaden aus mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Nähe verfolgen. Wer will, kann den Ausflug mit einer Kajaktour über die Lagune des Nationalparks abrunden – ohne Wasser geht es eben doch nicht.

Lighthouse
Surfer riding the wave

Reif für die Insel

Eine Reise nach Tulum ist nicht komplett ohne einen Besuch auf Cozumel. Auf die Insel, die 20 Kilometer vor der Küste liegt, kommt man von Tulum zunächst via Bus zum Hafenort Playa del Carmen, dann auf einer 45-minütigen Fährfahrt. Cozumel ist ein weiteres Natur-, aber auch ein Tauchparadies, das unter Wasser kristallklare Sicht bietet. Vor allem die Strände im Westen der Insel, südlich des Hauptorts San Miguel gelegen, eignen sich hervorragend – hier ist man dem zweitgrössten Barriereriff der Welt, das sich von Yucatán bis nach Honduras erstreckt, mit am nächsten. Die raue Ostküste mit ihren Klippen und heftigen Strömungen ist dagegen eher ein Anlaufziel für Surfer und Kitesurfer. Einen Höhepunkt des Insel-Trips erlebt man im Wortsinn an der Südspitze: Hier wacht im Naturschutzgebiet Punta Sur Eco Beach Park, der Leuchtturm Faro Celerain über Cozumel. Vom grandiosen Blick über die Insel und den Ozean trennen einen nur noch die 130 Stufen hinauf zur Plattform …

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