Abenteuer Namibia – die perfekte variable Selbstfahr-Rundreise ab Windhoek
Entdecken Sie die Schönheit Namibias auf eigene Faust
Namibia – Land der Kontraste, der Weite und der Natur. Diese skalierbare Selbstfahrer-Rundreise ab Windhoek führt Sie zu den Highlights – egal ob Sie eine oder drei Wochen Zeit haben. Alle Etappen sind auf 150–400 Kilometer abgestimmt. Wer wenig Zeit hat, fährt täglich eine Etappe (=7 Tage), wer mehr Zeit hat, bleibt auch mal länger. Dazu geben wir Tipps für weitere Aktivitäten vor Ort.
Von Windhoek zum Spreetshoogte-Pass (200 km)
Zum Auftakt geht es durch das zentrale Hochland Namibias bis zur Namibwüste. Zwischenstopp gewünscht? Im Khomas-Hochland hat es viele Wanderwege, mit Glück sieht man Oryxantilopen oder Kudus. Highlight ist der Aussichtspunkt am Spreetshoogte-Pass, der einen spektakulären Blick auf die schier endlose Namibwüste bietet, besonders schön bei Sonnenuntergang. Zum Übernachten: Spreetshoogte Campsite.
Von Spreetshoogte bis Sesriem (150 km)
Von Spreetshoogte geht es zum Sesriem-Canyon im Namib-Naukluft-Nationalpark, aber nur mit Permit. Der Name rührt daher, dass frühe Siedler sechs Lederriemen (Afrikaans: «ses rieme») aneinanderknoten mussten, um nach der Regenzeit (Januar bis März) Wasser aus der 30 Meter tiefen Schlucht zu schöpfen. Der Abstieg offenbart faszinierende Gesteinsschichten – perfekt zum Wandern, mit oder ohne lokalem Tour-Guide.
Riesendünen in Sossusvlei und Deadvlei
Weisse Ebenen mit toten Bäumen, umgeben von leuchtend roten Dünen – ein ikonisches Namibia-Motiv. Zu finden ebenfalls im Namib-Naukluft-Nationalpark, bei den berühmten Salzpfannen Sossusvlei und Deadvlei, nicht weit vom Sesriem-Canyon. Die Namib ist Heimat der höchsten Dünen der Welt: Big Daddy, Big Mama, Dune 45. Tipp: Frühmorgens erst auf die Dünen kraxeln, dann die Salzpfannen erkunden.
Von Sesriem über Solitaire bis Swakopmund (350 km)
Im charmanten Örtchen Solitaire gibt es neben einer Tankstelle und zahlreichen Autowracks, die fotogen aus dem Sand hervorlugen, die kultige Moose McGregor‘s Desert Bakery. Ein Stück des berühmten Apfelkuchens ist ein Muss auf dem Weg nach Swakopmund. Die Strecke führt vorbei an bizarren Felsformationen am Gaub-Pass und dem Kuiseb-Canyon, Treffpunkt von Nord- und Südnamib.
Kolonialarchitektur in Swakopmund
In Swakopmund ist die koloniale Vergangenheit noch sichtbar: Fachwerkhäuser wie das Woermannhaus und das neubarocke Hohenzollernhaus sind heute Wahrzeichen der Stadt, die ideal als Basis für Ausflüge in die Umgebung ist. Mehr über die Geschichte lehrt das Swakopmund Museum, auch die Kristall-Galerie ist sehenswert. Zum Sonnenuntergang empfiehlt sich ein Spaziergang an der Strandpromenade zur Pier «Old Jetty».
Ausflüge ab Swakopmund: Walvis Bay und Sandwich Harbour
Ein unvergessliches Ausflugsziel ab Swakopmund ist Sandwich Harbour, wo hohe Dünen direkt in den Atlantik stürzen. Die spektakuläre Natur erlebt man am besten auf einer geführten 4x4-Tour durch die Dünen. Beliebte Aktivitäten sind Sandboarding und Quadbiking. Wer Wasser bevorzugt, macht eine Bootstour nach Walvis Bay: eine Lagune voller Flamingos, Delfine und Robben.
Von Swakopmund über Cape Cross nach Uis (230 km)
Robbenfans machen auf dem Weg nach Uis einen Schlenker nach Cape Cross, rund 100 Kilometer nördlich von Swakopmund im Dorob-Nationalpark. Direkt an der Atlantikküste lebt hier eine Kolonie von 100‘000 Ohrenrobben. Neben dem Naturspektakel erinnert ein Kreuz an die Landung des portugiesischen Entdeckers Diogo Cão 1486. Tipp: Der Geruch der Robben ist intensiv, ein Tuch oder Schal hilft!
Von Uis nach Twyfelfontein (145 km)
Von der Küste geht’s zurück ins Landesinnere. Highlight der Etappe ist das Brandberg-Massiv, der höchste Berg des Landes. Auf geführten Wanderungen kann man die Felszeichnung der «White Lady» entdecken; viele der Tausende von Jahren alten Werke lassen sich auf Spaziergängen erkunden. Kurz vor dem Ziel wartet das Damara Living Museum, wo die Damara, eine der Ureinwohner-Gruppen, Einblicke in ihre Kultur geben.
Weltkulturerbe Twyfelfontein
Auch in Twyfelfontein selbst gibt es viel zu sehen: Die Organ Pipes sind eine Formation aus Basaltsäulen, die wie riesige Orgelpfeifen aussehen. Daneben liegt der Burnt Mountain, dessen dunkler Fels bei Sonnenauf- und -untergang in spektakulären Farben leuchtet. Das Highlight sind die Felsgravuren: Über 2’500 Symbole und Tierdarstellungen zählen zum Weltkulturerbe und zeugen von der jahrtausendealten Kultur der San.
Von Twyfelfontein bis zum Etosha-Nationalpark (300 km)
Die Fahrt bis Okaukuejo und zum Anderson Gate des Etosha verläuft durch Damaraland. Bei Khorixas ragen die Ugab-Terrassen aus der Landschaft – ideal für eine kleine Wanderung oder ein Picknick. Mit viel Glück begegnet man unterwegs Wüstenelefanten, die frei durch die trockenen Flussbetten ziehen. Die Landschaft mit roten Felsen, weiten Ebenen und kleinen Dörfern macht die Fahrt zu einem Erlebnis.
Spektakel im Etosha-Nationalpark
Der Etosha-Nationalpark ist eines der Highlights Namibias, vor allem wegen der riesigen Salzpfanne, die sich nach Regen in ein Vogelparadies verwandelt. An den Wasserlöchern lassen sich Elefanten, Löwen, Nashörner und Giraffen aus der Nähe beobachten. Landschaft und Infrastruktur machen Etosha ideal für Selbstfahrer und Safari-Fans, es gibt auch geführte Touren. Die beste Reisezeit ist von Juni bis September.
Von Etosha nach Windhoek (420 km)
Auf der Fahrt vom Etosha-Nationalpark nach Windhoek lohnen sich einige Stopps. In der Nähe von Otjiwarongo bietet der Cheetah Conservation Fund faszinierende Einblicke in den Schutz von Geparden. Wer sich für Dinosaurier interessiert, kann bei Otjihaenamaparero echte Dino-Fussabdrücke entdecken. Kurz vor dem Ziel laden die Gross Barmen Hot Springs zum Entspannen ein, bevor Sie wieder in Windhoek ankommen.
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