Tauch-Facts
- Anzahl Tauchgeschäfte:
Über 20
- Empfohlene Reisezeit:
Juni bis Oktober
- Empfohlener Tauchanzug:
Wetsuit, 3 mm
- Flugverbindung:
Edelweiss Empfehlung
Egal, ob versunkene Wracks, seltene Tiere oder bunte Korallen – Jamaika bietet Tauchfans eine ganze Palette an Möglichkeiten. Ein besonders faszinierendes Erlebnis bietet die versunkene Stadt Port Royal in der Nähe der Hauptstadt Kingston. Die Hafenstadt war im 17. Jahrhundert der Dreh- und Angelpunkt des Handels in der Karibik und war aufgrund der dort verkehrenden Piraten auch berühmt-berüchtigt. Als ein schweres Erdbeben die Stadt traf, versank sie im Jahr 1692 grösstenteils im Meer. Wer sich rund zehn Meter in die Tiefen des Meeres wagt, kann sich heute auf die Spuren der Vergangenheit machen. Um diesen einmaligen Tauchspot zu erkunden, braucht man allerdings eine Tauchgenehmigung. Doch es lohnt sich: Einige Ruinen sind nach wie vor gut erhalten.
Top Tauch-Spots auf Jamaika
Flugzeugwracktauchen vor Montego Bay
1’200 Quadratkilometer an Korallenriffen erstrecken sich rund um die drittgrösste Insel der grossen Antillen. Doch vor Jamaika wartet noch mehr als bunte Korallen darauf, entdeckt zu werden: Vor der Küste des Ferienortes Montego Bay kann man das “Sunken Plane Wreck” erkunden. Einst eroberte es die Lüfte, heute das Meer. Denn das alte Flugzeug bietet als künstliches Korallenriff vielen karibischen Fischarten ein Zuhause. Das Wrack liegt auf Sandboden in 18 Metern Tiefe und lädt Taucher dazu ein, durch die ehemalige Kabine zu tauchen. Das Riff ist ideal für erfahrene Taucher geeignet, die die Herausforderung einer komplexen Unterwasserstruktur mit Höhlen und Tunneln suchen. Schwärme von kleinen Barrakudas, Papagei-, Doktor- und Kaiserfischen fühlen sich in der Nähe des versunkenen Flugzeugwracks wohl. Aber auch Riff- und Ammenhaie schwimmen hier vorbei.
Riff-, Höhlen und Wracktauchen bei The Arches
In der Nähe von Negril befindet sich der beliebte Tauchspot “The Arches”. Seinen Namen verdankt das Riff seiner bogenförmigen Korallenformation, die unter anderem Grunzer, Lipp- und Trompetenfische sowie auch Rochen beherbergt. Bei “The Arches” kann zudem ein Flugzeugwrack und verschiedene Höhlen und Felsüberhänge entdeckt werden, was für reichlich Abwechslung sorgt. Da das Flugzeug in einer Tiefe von 18 Metern und der tiefste Punkt des Korallenbogens bei 21 Metern liegt, ist der Tauchspot gut für Anfänger und Schnuppertauchgänge geeignet. Dank der Sichtweite von bis zu 30 Metern kann man nicht nur die farbigen Korallenriffe bestaunen, sondern entdeckt in der Ferne mit etwas Glück auch einen vorbeischwimmenden Ammenhai.
Krönendes Taucherlebnis im Throne Room
Krone auf und Neoprenanzug an: Vor der Küste von Negril wartet ein Tauchspot, der seinem Namen alle Ehre macht. Über einen Spalt in einer Unterwasserhöhle gelangt man zum sogenannten Throne Room, was auf Deutsch Thronsaal bedeutet. Orangefarbene Elefantenohrschwämme, die wie ein Thron in der Höhle angeordnet sind, geben diesem Tauchspot seinen majestätischen Namen. Besonders faszinierend sind bei diesem Tauchgang auch die Lichtverhältnisse in der Unterwasserhöhle und die Korallen und Schwämme, die sämtliche Wände zieren. Zwischen Licht und Schatten kann man hier Stachelrochen, Aale, Barrakudas und mit Glück sogar Ammenhaie entdecken. Die engen Tunnel und der Ausgang der Höhle in einer Tiefe von 21 Metern sind der Grund, weshalb nur erfahrene Taucher an diesem mystischen Ort tauchen sollten, die gut tarieren können, sodass keine Korallen berührt oder gar verletzt werden.
Die Farbenpracht des Devil’s Reef
Nicht weniger paradiesisch als der berühmte Strand in Ocho Rios ist die Unterwasserwelt vor der Küste. Beim Devil's Reef vor dem beliebten Ferienort zeigt sich das Meer von seiner buntesten Seite: Korallen in allen Farben und eine beeindruckende Vielfalt an Meeresbewohnern sind hier zu Hause. Seinen teuflischen Namen verdankt der Spot seiner Tiefe, der sich nur erfahrene Taucher mit der entsprechenden Zertifizierung stellen sollten. Zuerst fällt das Riff sanft bis auf eine Tiefe von 20 Metern ab, dann folgt eine Steilwand, die bis zu einem sandigen Grund in rund 40 Metern Tiefe reicht. Nebst den farbenfrohen Korallen können Taucher am Devil’s Reef unter anderem Muränen, Schildkröten und vielleicht sogar Ammenhaie beobachten. Diverse Tauchcenter in Ocho Rios bieten Bootstouren zum teuflischen Tauchspot an.
Historisches Tauchvergnügen am Wrack der SS Kathryn
Ebenfalls vor der Küste Ocho Rios liegt das Wrack der SS Kathryn. Das ehemalige Minensuchboot aus dem Zweiten Weltkrieg wurde in den 1950er Jahren absichtlich versenkt, um ein künstliches Riff zu schaffen. Heute ist der 37 Meter lange Koloss mit Korallen und Schwämmen überzogen und bietet Tauchern die Möglichkeit, Teile des Wracks wie etwa die Kommandobrücke von innen zu erkunden. Obwohl es in einer Tiefe von 15 Metern liegt, empfiehlt PADI diesen Tauchspot für erfahrene Taucher mit guter Tarierungskontrolle. Ein weiteres Highlight: Im Sand am Meeresgrund tummeln sich oft zahlreiche Stachelrochen und hin und wieder schwimmt auch ein Ammenhai vorbei. Nebst der Möglichkeit des Wracktauchens bietet dieser Tauchspot mit den nahegelegenen Kathryn Caverns noch eine weitere Tauchgangoption an.
Für Abenteurer: Tauchen in der Widowmaker's Cave
Die Widowmaker's Cave im Montego Bay Marine Park ist einer der berühmtesten Tauchspots für fortgeschrittene Taucher auf Jamaika. Trotz ihres ominösen Namens können Taucher hier sicher tauchen. Erfahrung, eine gute Tarierungskontrolle und keine Platzangst sind aufgrund der teilweise engen Passagen aber zwingend nötig. Die Widowmaker's Cave kann entweder in einer Tiefe von rund 10 Metern oder 24 Metern betreten werden. Je nach Eingang, der gewählt wird, bieten sich unterschiedliche Herausforderungen in den zahlreichen Gängen. Dafür werden Taucher mit allerhand zum Entdecken belohnt: Kunterbunte Schwämme und Weichkorallen schmücken die Wände, während Papageienfische, Barrakudas und Trompetenfische durch die Höhle gleiten.
Empfehlenswerte Tauchkurse
Die folgenden Tauchschulen und –Kurse sind die ideale Wahl für spannende Ausflüge.