Tiflis entdecken – die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der georgischen Hauptstadt
Bezaubernde Altstadt
Die historische Altstadt («Dsweli Tbilisi») liegt am rechten Ufer des Flusses Kura. Hier wandern Sie durch enge, verwinkelte Gassen, vorbei an charmanten Häusern mit farbenfrohen, durch Holzschnitzereien verzierten Balkonen. Auffällig sind auch die imposanten orthodoxen Kirchen. Zentrum der Altstadt ist der Freiheitsplatz mit dem Rathaus und der Statue des Schutzpatrons Georgiens: der Heilige Georg, der den Drachen tötet.
Entspannung pur im Schwefelbad
Im Bäderviertel Abanotubani ragen die markanten Kuppeln der Schwefelbäder aus dem Boden. Das uralte Wellness-Ritual ist fester Teil der georgischen Kultur. Aus der Erde sprudelt hier bis zu 46,5 °C heisses Schwefel-Quellwasser, das gut bei Knochenbeschwerden, neurologischen Störungen und Hautkrankheiten wirken soll. Einst gab es 65 Bäder, sieben sind noch geöffnet. Massagen und Peelings können extra gebucht werden.
Grün-Flash im Botanischen Garten
An Sommertagen ist der 128 Hektar grosse Botanische Garten der perfekte Ausflugsort für eine Abkühlung oder ein Picknick. Der Park liegt unterhalb der Nariqala-Festung und ist gut zu Fuss oder per Seilbahn zu erreichen. Man findet bedrohte Pflanzenarten und ein Arboretum mit vielen Baumsorten. Landschaftliche Highlights sind ein Wasserfall, eine Schlucht samt romantischer Brücke und ein japanischer Garten.
Heute einladend: die Festung Nariqala
Die Ruine der Festung thront majestätisch auf einem Hügel und bietet einen herrlichen Blick über die Umgebung und den Fluss Kura. Am besten erreicht man sie mit der Seilbahn vom Rike-Park aus. Im 4. Jahrhundert erbaut, diente die einstige Persische Zitadelle dem Schutz der Stadt: Der Name bedeutet so viel wie «uneinnehmbare Burg» – was bis 1827 zutraf. Dann schlug jedoch ein Blitz im Pulvermagazin ein …
St. Nikolaus – die Wiedergeburt einer Kirche
Die Ruinen der Festung und auch die restaurierte St.-Nikolaus-Kirche stehen für Besucher offen. Im 13. Jahrhundert errichtet, diente sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Munitionsdepot – eine Explosion vernichtete den Bau. 1966 wurde die Ruine freigelegt, 1997 das Gotteshaus wieder eröffnet. Gleich nebenan befindet sich die 20 Meter hohe Aluminium-Statue Kartlis Deda («Mutter Georgiens»).
Neue Pracht in der Sameba-Kathedrale
Die Sameba-Kathedrale (oder Dreifaltigkeits-Kathedrale) ist das grösste religiöse Gebäude Georgiens und ein Symbol des christlich-orthodoxen Glaubens. Die 87 Meter hohe Kirche wurde 1995–2004 erbaut, sie kombiniert traditionelle mit modernen Elementen. Sie liegt auf dem Elia-Hügel und dominiert mit ihrer goldenen Kuppel die Skyline. Im Innenraum sind Ikonen und ein Tryptichon aus Edelsteinen zu bewundern.
Leuchtende Friedensbrücke
Von der Altstadt gelangt man über die imposante, bogenförmige Friedensbrücke in den Rike-Park. Die 150 Meter lange, futuristisch anmutende Fussgängerbrücke des italienischen Architekten Michele De Lucchi, 2010 eröffnet, glänzt nachts dank 1208 LED-Leuchten in verschiedenen Farben, das Programm entwarf der französische Lichtdesigner Philippe Martinaud. Von hier fährt auch die Seilbahn hoch zur Nariqala-Festung.
Familienspass im Rike-Park
Am linken Ufer des Flusses Kura liegt der Rike-Park, das neueste Erholungsgebiet. Beliebt ist es vor allem im Sommer, wenn es neben ruhigen Plärtzen unter Bäumen auch Springbrunnen, eine Kletterwand und ein Labyrinth für Kinder gibt. In der 2010 zur Wiederbelebung des Zentrums eröffneten Anlage, geprägt durch moderne architektonische Elemente, hat es auch ein Amphitheater mit Kulturprogramm sowie Bars und Restaurants.
Feilschen auf dem Meidan-Bazar
Auf dem Meidan-Bazar unter dem Gorgasali-Platz in der Altstadt wurde angeblich schon im 5. Jahrhundert gehandelt. Das Erkunden der unterirdischen Gänge ist ein Erlebnis für sich. Hier findet man heute ein riesiges Angebot an lokalen Produkten: Wein, Käse, Honig, Gewürze oder die lokale Spezialität «Churchkhela», eine kerzenförmige Süssigkeit, die hauptsächlich aus Traubensaft, Nüssen und Mehl besteht – köstlich!
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