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Rund um Pisa: Entdeckungen in der Toskana

Map PSA

Pisa hat nicht nur europaweiten Bildungsstudien den Namen gegeben und einen schiefen Turm zu bieten. Auch im nahen Umland befinden sich bezaubernde Fleckchen, die Sie unbedingt bei einem Tagesausflug kennenlernen sollten. Florenz, Cinque Terre oder Lucca – wir stellen Ihnen die charmantesten Orte in der Toskana vor – alle nur einen Katzensprung entfernt.

Geistesgrössen und Gemälde

Leonardo da Vinci, Galilei, Michelangelo – sie alle bereicherten das knapp 90 Kilometer östlich von Pisa gelegene Florenz. So entwickelte sich das Städtchen unter der Herrschaft der Medici zur bevorzugten Adresse für Genialität und Gemälde. Wenn Sie nur einen Tag im UNESCO-Weltkulturerbe hätten, was müssten Sie gesehen haben? Auf jeden Fall die Uffizien und die Accademia di Belle Arti (mit Michelangelos «David»), den Ponte Vecchio mit seinen pittoresken Schmuckläden, den Palazzo Pizzi mit dem Boboli-Garten … und natürlich die Kathedrale Santa Maria del Fiore! Die drittgrösste Kirche der Welt überragt jedes Gebäude der Stadt nicht nur an Wucht, sondern auch an Schönheit. Besonderer Blickfang: Die Freskomalerei hoch oben in der Domkuppel.

Cathedral Santa Maria del Fiore (Englisch)

Ein besonderer Nationalpark

Knapp zwei Stunden von Pisa entfernt, direkt an der schroffen Riviera, schlummert dieses kleine Örtchen, dessen Häuser wie in den Fels gemeisselt wirken. Was sie jedoch vom steinernen Grau abhebt, sind ihre roten, pink- und orangefarbenen Hauswände. Dieses Dorf, dem türkisblaues Wasser, Weinberge und schaukelnde Fischerboote zu Füssen liegen, heisst Manarola. Es gehört zum Nationalpark Cinque Terre, einer Reihe von bunten Felsensiedlungen, die alle entlang der Küste liegen und durch Wanderwege miteinander verbunden sind. Endstation der Tour ist Riomaggiore – wenn das nicht der perfekte Platz für Spagetti Scampi mit Meeresblick ist!

Cinque Terre

Zwischen Wein und Oliven

Wie man die Toskana auch betrachtet, die Landschaft wirkt immer wie gemalt: Sanfte Hügel reihen sich aneinander, hier einer mit Wein, da Olivenbäume, nicht zu vergessen die vereinzelten blassen Steinhäuser. Die Region ist nicht nur wegen dieser Anblicke, sondern auch wegen des Geschmacks ein lohnendes Ziel: Chianti, etwa eine Stunde von Pisa entfernt, ist berühmt für köstlichen Wein. Auf dem Weingut «Castellare di Castellina» können Sie einen Weinkeller besichtigen, wie er im Buche steht: schummriges Licht, Steinwände und meterlange Reihen von Holzfässern. Dazu ein Glas «Chianti Classico Riserva» – so lässt es sich aushalten! Wer möchte, kann dort auch in der Villa delle Upupe übernachten und am nächsten Morgen ausgeruht nach Pisa zurückkehren.

Castellare di Castellina (Englisch)

Türme, aus denen Bäume wachsen

Lucca ist eine Stadt, die Florenz durchaus Konkurrenz macht: Grosse Komponisten wie Puccini stammen von dort – und dann erst diese engen Gassen aus Kopfsteinpflaster, die für den besonderen Italien-Charme sorgen. Doch Moment! Was ist das? Beim Schlendern durch das historische Zentrum fällt ein merkwürdiger Backsteinturm auf, dessen Spitze nicht von einer goldenen Kuppel geschmückt wird, sondern von Eichen? Doch, das ist so gewollt. Der Torre Guinigi ist der Geschlechterturm der Stadt, er symbolisiert die Wiedergeburt und ist der letzte seiner Art in Lucca. Der Blick übers Stadtzentrum bis ins bergige Umland ist die 230 Stufen nach oben unbedingt wert.

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