Eine Taucherin schwimmt im Gorgoniengarten.

KapstadtTauchen

Tauch-Tipps

Anzahl Tauchgeschäfte:

10

Empfohlene Reisezeit:

c

Empfohlener Tauchanzug:

Wetsuit, 5 mm​

​ Flugverbindung:

Edelweiss Empfehlung

Wer eine einzigartige Unterwassererfahrung erleben will, reist nach Kapstadt, um während des “Sardine Runs” zu tauchen. Zwischen Mai und Juli schwimmen jährlich Millionen von Sardinen in riesigen Schwärmen entlang der Ostküste Südafrikas nach Norden. Die kleinen Fische ziehen Delfine, Haie, Raubvögel – und auch Taucher an. Für die Meeresbewohner sind die Sardinenschwärme ein köstliches Festmahl und für Taucher ein faszinierendes Naturspektakel. Da der Start des Sardine Runs bei Port Elisabeth zehn Stunden von Kapstadt entfernt liegt, lohnt es sich, eine Reise durch das Land zu machen und entlang der Küste gleich mehrere Stopps einzulegen.

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Taucher in den Keplwäldern vor Simon's Town.

Mystische Kelpwälder vor Simon’s Town

Die Tauchspots vor Kapstadt werden in drei grosse Gebiete unterteilt: False Bay, die Südküste und die Atlantikküste. Die drei Gebiete bieten wiederum vier verschiedene Lebensräume: Riffe, felsige Küsten, Sandboden und Kelpwälder. Wer in Letzteren taucht, fühlt sich wie in einem Wald unter Wasser. Nur 45 Minuten von Kapstadts Zentrum entfernt bietet Simon’s Town einzigartige Tauch- und Schnorchelmöglichkeiten in dichten Kelpwäldern. 10 bis 20 Meter unter der Wasseroberfläche schaffen die mystischen, meterhohen Algen ein Labyrinth, in dem bunte Fische und Seesterne zu Hause sind. Besonders schön anzusehen ist die farbige Nudibranch, eine Meeresschnecke, die in den Gewässern um Kapstadt zu finden ist. Aber nicht erschrecken: Der Tangwald gehört auch zu den bevorzugten Lebensräumen der seltenen Breitnasen-Siebenkiemerhaie oder der Pyjamahaie in ihren gestreiften Outfits.

Ein weisser Hai an der Küste von Südafrika.

Für starke Nerven: Tauchen mit Weissen Haien

Der Weisse Haie zählt zu den “Big 5 des Meeres” oder auch “Marine Big 5” genannt. Wer dem berühmten und zugleich berüchtigten Raubfisch ganz nah kommen will, reist am besten in das kleine Küstendorf Gansbaai, das gerne als das “Mekka der Weissen Haie“ bezeichnet wird. Hier kann man mit etwas Glück, mit dem mittlerweile vom Aussterben bedrohten Weissen Hai auf Tuchfühlung gehen. Beim Käfigtauchen kann man die faszinierenden Tiere in ihrem natürlichen Habitat beobachten, während man nur durch Gitterstäbe von ihnen getrennt ist. Allerdings gibt es auch vor der Küste Gansbaais keine Garantie, dass Besucher tatsächlich auf einen “grossen Weissen” treffen. Fast sicher ist hingegen, dass man beim Tauchen rund um Kapstadt Haie sieht, denn hier leben diverse kleinere und grössere Vertreter der Spezies. Wer im Käfig mit den grossen Weissen Haien tauchen will, muss zwingend eine Tour buchen, die von erfahrenen Guides mit meeresbiologischem Hintergrund geleitet wird.

Eine Taucherin im Wrack in der Smitswinkel Bay.

Versunkene Wracks in der Smitswinkel Bay

Ebenfalls in der Nähe von Simon’s Town liegt die Smitswinkel Bay, wo gleich fünf gesunkene Schiffe den Meeresboden einnehmen. Die Kolosse wurden absichtlich versenkt und haben sich mittlerweile in künstliche Riffe verwandelt, die mit Schwämmen und Anemonen überwachsen sind. Da die Wracks in Tiefen von 20 bis 35 Metern liegen und Strömungen für raue Bedingungen sorgen, ist der Tauchspot nur für erfahrene Taucher geeignet. Dafür herrschen meist gute Sichtverhältnisse, sodass neben den Schiffstrukturen und Korallenriffen auch immer wieder Glatthaie erspäht werden können. Obwohl die Wassertemperaturen in Kapstadt zum Tauchen generell als kühl bis kalt einzustufen sind, wird unter anderem aufgrund der Tiefe des Tauchspots für die Smitswinkel Bay gar ein 7mm Wetsuit empfohlen.

Ein Leopardenhai bei Nacht in False Bay​

Labyrinth-Tauchen bei Tag und Nacht

Der “A-Frame” zählt auch bei einheimischen Tauchern zu den Favoriten. Der Tauchspot liegt in der False Bay und zeichnet sich durch seine beeindruckende Felsformation aus, die einem Unterwasser-Labyrinth gleicht. Zwischen den Felsen kann durch schmale Durchgänge sowie kleine Kelpwälder getaucht werden. Hier verstecken sich zahlreiche Meeresbewohner wie Anemonen, Schwämme, Nacktschnecken, aber auch Katzen- und Pyjamahaie sowie die ein oder andere Robbe. Noch mystischer wird das Tauchabenteuer beim “A-Frame” bei Nacht. Die Wassertiefe variiert zwischen 5 und 12 Metern, was den Spot ideal für Tauchanfänger macht. Auch Strömungen gibt es kaum, da der Spot in einer geschützten Bucht liegt. Und wer etwas Neues ausprobieren will: Der “A-Frame” ist auch bei Freitauchern sehr beliebt, die sich hier sportlichen und geistigen Herausforderungen stellen können.

Eine Pelzrobbe im Gewässer in Kapstadt.​

Den Robben auf Duiker Island ganz nah

Ein absolutes Highlight für alle Taucher, die sich in die kalten Gewässer vor Kapstadt wagen, ist es, den Südafrikanischen Pelzrobben zu begegnen. Wer sich mit einem Boot von Hout Bay zum Tauchen vor Duiker Island aufmacht, sieht – und riecht – schon von weitem, wer einen dort erwartet: Rund 8’000 Robben nennen die Insel ihr Zuhause. Da die äusserst putzigen Robben unter Wasser sehr neugierig sind und sich nahe an die Schnorchler und Taucher heranwagen, werden Tauchgänge vor Duiker Island schnell unvergesslich. Inmitten der Kelpwälder kann man hier mit dutzenden Robben tauchen, was mit dem richtigen Equipment spektakuläre Erinnerungsfotos garantiert. Mit guten Sichtverhältnissen und einer maximalen Tiefe von 12 Metern, ist dieser Tauchspot auch für Anfänger geeignet.

Kelpwälder in den Tiefen des Ozeans

Auf Tauchgang bei den zwölf Aposteln

Die Zwölf Apostel gibt es nicht nur in Australien, sondern auch in Kapstadt. Sie befinden sich an der Atlantikküste, direkt hinter der Stadt Kapstadt, und sind Teil der Tafelberg-Bergkette. In den Gewässern vor den Zwölf Aposteln befindet sich ein gleichnamiger Tauchspot, der in rund 20 Autominuten ab Kapstadt erreichbar ist. Das Highlight dieses Tauchspots ist der fast ausserirdisch anmutende Kelpwald mit seinen armdicken, teils meterhohen "Bäumen", durch die man hindurch tauchen kann. Dank geringer Tiefen sind die “Twelve Apostles” auch bestens für Anfänger geeignet und Taucher können hier auf eine Vielzahl von Fischarten, Krebsen und Seesternen treffen. Mit etwas Glück begleitet eine neugierige Robbe einen auf der Entdeckungstour oder führt gar das ein oder andere Unterwasserkunststück vor.

Ferienziel

Cape Town, South Africa
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