Vom Appenzellerland bis Agadir, von Zürich bis Zypern: Kurz vor der Landung erhält jeder Gast an Bord von Edelweiss ein Biberli. Das traditionsreiche Lebkuchengebäck mit Mandel- oder Nussfüllung hat im Vergleich zu Schokolade einen Vorteil: Es schmilzt nicht. So kann man den Gruss aus der Schweiz auch mal am Strand geniessen, wenn sich dort der kleine Hunger meldet.

Biberli

«Darf ich zwei nehmen?»

Produziert werden die Biberli in Weissbad im Kanton Appenzell Innerrhoden von der Bischofberger AG, einem in fünfter Generation geführten Familienbetrieb. Dabei haben die Bischofbergers alle Hände voll zu tun: Über drei Millionen Biberli stellen sie jedes Jahr für die Edelweiss Gäste her. Und es scheint bei den meisten sehr gut anzukommen. «Die Gäste lieben das Biberli», sagt Cabin Crew Member Chiara Quattrini. «Einige fragen sogar nach einem Extra-Biberli für die Liebsten daheim.»

Schweigen ist Biber

Die Appenzeller sind so stolz auf ihr traditionelles Gebäck, dass das Rezept ein streng gehütetes Geheimnis ist. Und das nicht erst seit gestern: Bereits im 16. Jahrhundert kam man im Appenzell auf die Idee, Honigteig mit einer Nussfüllung herzustellen und das Gebäck mit einer Prägung zu versehen. Zumindest in diesem Teil der Schweiz werden also seit fast fünfhundert Jahren Biber verspeist. 

Die Hauptzutat: viel Liebe

Auch die Familie Bischofberger hält sich an den Ehrenkodex und lässt sich nicht einfach so ins Rezeptbuch schauen. Sie verraten nur so viel: Der Teig muss nach der Herstellung eine Nacht lang ruhen, weil die Biber dann einfach besser schmecken. Und: Die feinen Leckereien werden mit viel Liebe und Geduld von Hand gemacht.