Tauch-Facts
- Anzahl Tauchgeschäfte:
31
- Empfohlene Reisezeit:
Ganzjährig; Oktober bis Mai (Westküste) und Mai bis Oktober (Nordostküste)
- Empfohlener Tauchanzug:
Wetsuit, 3 mm
- Flugverbindung:
Edelweiss Empfehlung
Sri Lanka ist ein fantastisches Tauchziel, denn in den warmen Strömungen des Indischen Ozeans leben unglaublich viele Meerestiere, welche der Artenvielfalt an Land in keiner Weise nachstehen. Sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Taucher kommen auf Sri Lanka das ganze Jahr über auf ihre Kosten. Für Taucher, die eine aussergewöhnliche Erfahrung suchen, ist ein Besuch des «Bullet Proof VIP Car Wreck» in Negombo ein Muss. Hier kann man acht kugelsichere Autos in einer Tiefe von 17 bis 27 Metern erkunden. Die Fahrzeuge von Marken wie BMW, Jaguar, Mercedes und Land Rover gehörten früheren Politikern Sri Lankas und bieten nun Meereslebewesen ein neues Zuhause. Der Tauchspot ist mit dem Boot von Negombo aus auf einem geführten Tauchgang in etwa 30 Minuten zu erreichen.
Top Tauch-Spots auf Sri Lanka
Schwarze Korallen und Felsenlabyrinth bei Hikkaduwa
Die schwarzen Korallen (die übrigens nicht wirklich schwarz sind, sondern weiss) verleihen dem Black Coral Point seinen Namen. Sie wachsen in beeindruckenden baumartigen Strukturen und sorgen kombiniert mit dem Felsenlabyrinth auf maximal 30 Metern Tiefe für einen mystischen Charme. In den Rissen und Spalten der Felsformationen kann man verschiedenste bunte Rifffische, Rochen und mit etwas Glück auch eine Schildkröte entdecken. Die Strömungen und Sichtweiten können variieren, weshalb es sich empfiehlt, vor Ort nach den aktuellen Bedingungen zu fragen. Mit dem Bus oder mit dem Zug gelangt man von Colombo innert zwei bis drei Stunden nach Hikkaduwa. In der näheren Umgebung gibt es insgesamt rund 22 verschiedene Tauchspots, einen Meeresnationalpark und neun historische Schiffswracks. Auf Glasbodenbootfahrten und mit Turtle Watching am Strand kann die Vielfalt an Meereslebewesen auch aus dem Trockenen bestaunt werden.
Schwärme von Lippfischen am Napoleon Reef in Unawatuna
Das idyllische Küstenstädtchen Unawatuna an der Südküste Sri Lankas zieht mit ihrem pittoresken Ambiente viele Menschen an. Doch auch ihre reiche Unterwasserwelt ist für Taucher ein absolutes Highlight. Rund um Unawatuna gibt es 16 Tauchspots für alle Levels, darunter das Galle Ship Wreck, Ralagala Wreck, das Taprobane Reef und das berüchtigte Rangoon Wreck. Am Napoleon Reef in fünf bis 30 Metern Tiefe fühlen sich Lippfische besonders wohl, aber auch Walhaie, Schildkröten und Mantas - sowie Mobularochen begegnen einem regelmässig. Wer von Colombo anreist, sollte mit dem Zug nach Unawatuna fahren. Die Fahrt dauert ungefähr 2,5 Stunden.
Mit Schildkröten schnorcheln am Polhena Reef
Beim Polhena Reef in Matara handelt es sich um ein flaches Saumriff, das eine natürliche Barriere gegen Wellen bildet. Das geschützte Riff ist besonders ruhig und eignet sich auch für wenig erfahrene Taucher, die einen Grundkurs machen. Besonders bekannt ist das Riff für seine Meeresschildkröten, die hier dauerhaft leben. Zusätzlich kann man verschiedene Riffstrukturen und Korallenzuchtanlagen sehen. Die Tauchzentren bieten ihre Schnorcheltouren neben dem Tag auch in der Nacht an – ein besonderes Erlebnis. Von Colombo gibt es Busse und Taxis, die in etwa 2,5 Stunden nach Matara fahren.
Überreste des Flugzeugträgers HMS Hermes an der Ostküste Sri Lankas
Ob Geschichtsfan oder Tauchsportler: Das HMS Hermes Wrack ist für alle ein absolutes Highlight. Im April 1942 wurde der Flugzeugträger während des Zweiten Weltkriegs von japanischen Flugzeugen versenkt und liegt heute auf seiner Backbordseite in rund 53 Metern Tiefe. Mit einer Länge von 183 Metern ist das Wrack beeindruckend gross, und viele Details wie Glasfenster und der Kontrollturm sind noch gut erhalten. Um dieses Unterwassermuseum in seiner ganzen Pracht zu entdecken, sind mehrere Tauchgänge nötig – jeder Tauchgang ein Abenteuer für sich. Aufgrund der Tiefe ist ein Tec 45 Zertifikat oder ein gleichwertiges technisches Tauchzertifikat erforderlich. Das Wrack liegt in Batticaloa, rund 324 Kilometer von Colombo entfernt, an der Ostküste Sri Lankas – doch jeder Kilometer lohnt sich, denn der Ort gilt als einer der weltbesten Tec-Tauchspots.
Atemberaubende Biodiversität in Kalpitiya
Kalpitiya liegt etwa drei Stunden von Colombo entfernt und beherbergt das grösste Meeresschutzgebiet Sri Lankas. Das 300 km lange Bar Reef, das grösste Korallenriff der Insel mit über 150 Korallenarten, befindet sich ebenfalls hier. Es gibt etwa zehn Tauchspots in Kalpitiya, deren Tauchtiefen von 14 bis 25 Meter reichen und die allerdings eher für fortgeschrittene Taucher geeignet sind. Ein besonderes Highlight sind die verschiedenen Delfinarten wie Grosse Tümmler, Fraser-, Spinner-, Streifen- und Buckeldefine, die vor der Küste leben. Von November bis April können auch Pottwale und Blauwale gesichtet werden.
16 Wracks in den Tiefen vor Colombo
Pigeon Island liegt etwa einen Kilometer vor der Küstenstadt Nilaveli im Nordosten Sri Lankas. Die Insel besteht aus zwei Teilen, und in unmittelbarer Nähe befindet sich ein rund 200 Meter langes Korallenriff. Es gibt keine Unterkünfte auf der Insel, weshalb nur Tagesausflüge möglich sind. Pigeon Island ist Teil eines der beiden Meeresschutzgebiete Sri Lankas, und neben farbenfrohen Fischen gibt es auf bis zu zwölf Metern Tintenfische, Riffhaie, Meeresschildkröten und sogar Blau- und Pottwale zu beobachten. Nach dem Tauchen kann man an einem der zwei wunderschönen Strände entspannen oder zu einer Aussichtsplattform wandern.
Empfehlenswerte Tauchkurse
Die folgenden Tauchschulen und –Kurse sind die ideale Wahl für spannende Ausflüge.