Eine Taucherin beobachtet eine Schule von Doktorfischen

KolumbienTauchen

Tauch-Facts

Anzahl Tauchgeschäfte:

Über 45

Empfohlene Reisezeit:

Ganzjährig

Empfohlener Tauchanzug:

Wetsuit, 3 mm

Flugverbindung:

Edelweiss Empfehlung

Vom Amazonas-Regenwald über pulsierende Grossstädte und karibische Strände bis hin zu den schneebedeckten Gipfeln der Anden: Kolumbien ist landschaftlich unglaublich vielschichtig und zudem eines der Länder mit der grössten Artenvielfalt. Das viertgrösste Land Südamerikas beherbergt fast zehn Prozent der Biodiversität des Planeten, die nicht nur an Land, sondern auch unter Wasser zu entdecken ist. Mit Küsten sowohl am Pazifischen Ozean als auch am Karibischen Meer bietet Kolumbien Tauchern zahlreiche Highlights. Optimaler Ausgangspunkt, um die Tauchspots an der Karibikküste zu entdecken, ist Cartagena. Die Kolonialstadt wird auch die «Perle der Karibik» genannt und bietet Möglichkeiten für Abenteuer am, über und im Wasser.

Top Tauch-Spots in Kolumbien

Ein bunter Korallengarten voller Leben.

Farbenfrohe Korallengärten im Tayrona-Nationalpark

240 Kilometer nördlich von Cartagena liegt Santa Marta. Die Küstenstadt am Karibischen Meer ist besonders wegen ihrer Nähe zum Tayrona-Nationalpark bekannt. Dieser ist einer der wenigen Nationalparks der Karibik, zu dessen Schutzgebiet auch Korallenriffe gehören. Die Gegend um Santa Marta bietet hervorragende Tauchreviere wie die Gaira Bay, die Santa Marta Bay oder die Taganga Bay. Die meisten Tauchplätze befinden sich allerdings im Tayrona-Nationalpark mit seinem einzigartigen Ökosystem sowohl im als auch ausserhalb des Meeres. Besonders beliebt sind die Tauchspots Granate oder Isla de la Aguja. Letzterer bietet farbenfrohe Korallengärten, in denen zahlreiche Unterwasserlebewesen zu Hause sind. Taucher können hier nebst bunten Schwärmen karibischer Fische teilweise auch Meeresschildkröten und Oktopussen begegnen. Da die Tauchtiefe zwischen zwölf und 40 Metern variiert, ist Isla de la Aguja sowohl für Tauchanfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet. Obwohl man im Tayrona-Nationalpark ganzjährig tauchen kann, gilt die Sichtweite insbesondere in der Trockenzeit von Dezember bis April als sehr gut.

Ein Mann schwimmt an den bunten Korallen vorbei.

Fast unberührte Riffe an der Grenze zu Panama

Wer karibische Fische und bunte Korallenriffe sehen will, plant eine Reise an die Grenze. Das Fischerdorf Capurganá liegt unweit der Grenze zu Panama und hebt sich durch seine unberührte Natur hervor – an Land und im Wasser. Die abgeschiedene Lage von Capurganá sorgt dafür, dass die Tauchplätze wenig frequentiert und die Riffe weitgehend unberührt sind – ein seltener Luxus für Taucher, die sich nach authentischen und naturbelassenen Tauchspots sehnen. Die Region ist zudem bekannt für ihre kristallklaren Gewässer und gute Sichtweiten von bis zu 30 Metern. Tauchanfänger und Schnorchler kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten: Nur wenige Meter vom Ufer entfernt können oft Schildkröten gesichtet werden. Bei den Riffen tummeln sich bunte Fischschwärme, Rochen und mit grossem Glück ein Ammenhai. Um den abgelegenen Ort zu erreichen, empfiehlt sich ein Inlandflug nach Acandí, von dessen Hafen man Capurganá mit dem Boot in rund 30 Minuten erreicht.

Eine Schule von Hammerhaien auf Malpelo.

Malpelo: Tauchparadies vor der Insel der Haie

Rund 500 Kilometer vor der kolumbianischen Pazifikküste liegt eine ganz besondere Insel. Viele Tauchblogs zählen die Isla Malpelo zu den schönsten Tauchrevieren der Welt. Die abgelegene Insel bietet nicht nur eine fast unberührte Unterwasserwelt, sondern auch ordentlich Nervenkitzel: Malpelo zählt zu den besten Gebieten für Grossfisch- und insbesondere Hai-Begegnungen weltweit. An den rund 30 Tauchspots rund um die Insel können Taucher Hunderte von Hammerhaien und ganze Schulen von Wal- oder Seidenhaien beobachten. Die beste Zeit, um mit den majestätischen Hammerhaien zu tauchen, ist von Januar bis Mai. Da die Insel weit vom kolumbianischen Festland entfernt liegt, erreicht man sie in rund 32 Stunden mit dem Boot. Viele Anbieter organisieren Tauchsafaris vom Hafen von Buenaventura aus. Eine Tauchsafari zu buchen lohnt sich allemal, da Malpelo seit 1995 unter Naturschutz steht und zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Somit sind spezielle Genehmigungen nötig, damit man die Tauchspots um die Insel entdecken kann. Diese weite Reise sollten aber nur erfahrene Taucher auf sich nehmen, da man bei Malpelo auf starke Strömungen treffen kann und die Tauchtiefen im Schnitt bei rund 25 bis 30 Metern liegen. Nebst verschiedener Hai-Arten umkreisen einen um Malpelo dafür gerne auch Mantas, Adlerrochen, Thunfische und Makrelen und machen die Insel zu einem ganz besonderen Unterwasserschatz Kolumbiens. ​

Ein Taucher schwimmt im Sardinenschwarm.

Die Buckelwal-Bucht von Bahía Solano

Bahía Solano ist eine Stadt an der Pazifikküste Kolumbiens, die dank üppiger Regenwälder und schöner Sandstrände bei Reisenden aus aller Welt bekannt ist. Auch Schnorchler und Taucher zieht es aus mehreren Gründen nach Bahía Solano: Von März bis April erwacht der Pazifik zum Leben, wenn riesige Sardinenschwärme in der Bucht ankommen und weitere Meereslebewesen anziehen. Von Mai bis Juni gibt es besonders viele Walhaie zu entdecken, und ab Juli bis November besucht ein noch grösserer Artgenosse Bahía Solano: der Buckelwal. Die grossen Säugetiere gebären hier ihre Jungen, bevor sie sich auf den Weg zum Südpol machen – die Gelegenheit, um unter Wasser ihren Gesängen zu lauschen. Nebst den besonderen Tierbegegnungen bietet die Region noch viele weitere interessante Tauchspots wie etwa das versunkene Schiff Sebastián de Belalcázar. Das ehemalige US-Kriegsschiff befindet sich in 26 bis 40 Metern Tiefe und wurde 2004 mit Absicht versenkt. Wrack-Enthusiasten schätzen dieses künstliche Riff besonders, da das Wrackinnere gleich an drei Stellen erkundet werden kann – Tauchgänge, die allerdings nur mit der entsprechenden Ausbildung in Angriff genommen werden sollten. Bahía Solano erreicht man am besten mit dem Flugzeug, denn die Stadt verfügt über einen lokalen Flughafen.

Karibische Korallen und Seeanemonen im Wasser.

Providencia Island: die Heimat des drittgrössten Barriereriffs der Welt

Mitten in der Karibik und rund 775 Kilometer nordwestlich vom kolumbianischen Festland liegt die kleine Insel Providencia. Sie ist Teil des Archipels San Andrés, Providencia und Santa Catalina, das zu Kolumbien gehört, eigentlich aber näher an Nicaragua liegt. Providencia liegt im UNESCO Seaflower Biosphärenreservat, dessen Barriereriffsystem das drittgrösste der Welt darstellt. Die Gewässer um die Insel tragen den Namen das «Meer der sieben Farben», das nach seinen zahlreichen Türkis- und Blautönen benannt ist. Das warme, kristallklare und besonders ruhige Wasser macht Providencia zum optimalen Ferienort für Tauchanfänger sowie für erfahrene Taucher, die hier mehr als 40 Tauchspots erkunden können. Die Riffe von Providencia sind reich an gesunden bunten Korallen und beherbergen eine faszinierende Vielfalt an Meereslebewesen sowie spannende Felsformationen, Höhlen und Canyons. Die Karibik-Insel ist ab San Andrés, der Hauptinsel des kleinen Archipels, in 15 Minuten mit dem Flugzeug oder in drei Stunden mit einem Katamaran zu erreichen.

Ein Taucher probiert Drift-Diving und lässt sich von der Strömung mitreissen.

Abenteuerlicher Drift-Tauchgang entlang der Blue Wall

Nach dem Inselausflug nach Providencia lohnt es sich, zum Tauchen auf der Nachbarinsel San Andrés zu bleiben. Hier wartet ein beliebter Drift-Tauchgang auf erfahrene Taucher: die Blue Wall. Der äussere Riffhang bietet eine sehr schöne Schlucht, durch die Taucher schwimmen können. Die beeindruckende vertikale Struktur wird von bunten Schwämmen und weichen Korallen geziert, in denen sich unter anderem riesige Papageienfische wohlfühlen. Auch graue Riffhaie trifft man hier öfter an, und Hummer und Muränen verstecken sich zwischen den Felsen. Aufgrund der Strömungen und Tiefen von acht bis weit über 50 Meter – wobei die meisten Tauchgänge bei 40 Metern enden – ist dieser Tauchspot nur für fortgeschrittene Taucher geeignet.

Ferienziel

Colombia
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