Taucher beobachten einen Weissspitzenhai

Costa RicaTauchen

Tauch-Facts

Anzahl Tauchgeschäfte:

Über 30

Empfohlene Reisezeit:

Ganzjährig, Mai bis November bzw. Regenzeit für Fortgeschrittene, Dezember bis Mai für Anfänger aufgrund der ruhigeren Gewässer und besseren Sicht

Empfohlener Tauchanzug:

Wetsuit, 3 mm

Flugverbindung:

Edelweiss Empfehlung

Costa Rica bietet dank seiner einzigartigen Lage in Mittelamerika gleich zwei unterschiedliche Tauchwelten an. Von San José erreicht man sowohl die Karibik- als auch die Pazifikküste und hat so die Chance, Riffhaie, Schildkröten und vielleicht sogar Orcas zu entdecken. Nebst der Hauptstadt San José fliegt Edelweiss auch den Flughafen Liberia in Guanacaste an, von wo aus man etliche Tauchreviere der Region erkunden oder zu den berühmten Tauchspots um die Inseln vor der Pazifikküste aufbrechen kann. Die Vielfalt der Korallenriffe rund um Costa Rica macht das Land zu einem Eldorado für Taucher. Wer die ganze Unterwasservielfalt erleben will, kombiniert Liberia und San José mit einem Gabelflug und macht eine Tauch-Rundreise entlang beider Küsten des Landes.

Top Tauch-Spots in Costa Rica

Hammerhaie auf coco Island.

Coco Island – ein Paradies für Profitaucher

Coco Island, oder auch Kokos-Insel, ist ein echtes Highlight für Taucher und wird oft als das schönste Tauchrevier Costa Ricas bezeichnet. Von Puntarenas (etwa zwei Autostunden von San José entfernt) braucht man circa 38 Stunden für die rund 550 Kilometer mit dem Schiff, weshalb mehrtägige Tauchsafaris angeboten werden. Die Insel wurde vor mehr als 30 Jahren zu einem maritimen Naturschutzgebiet erklärt, was zu einer beispiellosen Artenvielfalt geführt hat. Im noch sehr unberührten Tauchrevier haben Taucher die Chance, Hammerhaie, Mantarochen, Walhaie, Meeresschildkröten und viele andere Meeresbewohner zu sehen. Besonders berühmt ist die Kokos-Insel für ihre zahlreichen Haiarten, die man hier regelmässig antrifft – insbesondere Hammerhaie tummeln sich hier in Hülle und Fülle. Nebst der bunten Artenvielfalt gibt es unter der Meeresoberfläche auch geologisch einiges zu entdecken: einzigartige Felsformationen und Felsbögen, bunte Korallengärten und weite Vulkanlandschaften. Die Wassertemperaturen liegen das gesamte Jahr über konstant bei 26°C bis 28°C und die gewöhnlich gute Sichtweite von 30 Metern sorgt dafür, dass Taucher sicherlich mit ganz vielen neuen Eindrücken nach Hause gehen. Bedingt durch die starken Strömungen und Wassertiefen sind Tauchgänge um die Kokos-Insel vor allem für erfahrene Taucher geeignet. Viele Tauchsafari-Anbieter verlangen daher mindestens ein Advanced-Open-Water-Tauchbrevet.

tbd

Mit Schildkröten schwimmen in Playas del Coco

Meeresschildkröten sind eine bedrohte Art, doch in Costa Rica tummeln sich zahlreiche der faszinierenden Tiere an beiden Küsten. An der Pazifikküste nahe dem Ort sowie dem gleichnamigen Strand Playas del Coco bietet sich in den wärmeren Monaten die einmalige Gelegenheit, mit grünen Meeresschildkröten zu schnorcheln und zu tauchen. In Playas del Coco gibt es etliche Tauchschulen, die eine Vielzahl von Kursen und Exkursionen anbieten. Denn die Küstenstadt bietet nicht nur Tauchspots in unmittelbarer Nähe, sie ist auch der ideale Ausgangspunkt für Tauchausflüge zu den berühmten Catalina Islands und Bat Islands, wohin erfahrene Taucher gerne reisen. Die ruhigen Gewässer und die reiche Meeresfauna vor Playas del Coco machen die Tauchspots vor dem Strand zudem perfekt geeignet für Anfänger. In den flachen Riffen können Tauchneulinge ihre ersten Tauchgänge wagen und unter anderem tropische Fische, Barrakudas, Teufelsrochen oder Weisspitzen-Riffhaie beobachten.

Taucher begegnet einem Mantarochen

Auf den Bat Islands bei Nacht in neue Welten eintauchen

Mitten im Golf von Papagayo und in der Nähe des Santa Rosa Nationalparks findet man die Bat Islands. Die auch als Islas Murciélagos bekannte Inselgruppe liegt vor der Pazifikküste Costa Ricas und ist aufgrund der dort herrschenden anspruchsvollen Tauchbedingungen mit starken Strömungen insbesondere bei fortgeschrittenen Tauchern beliebt. Die Unterwasserkulisse ist ein regelrechtes Meisterwerk der Natur: steile Felswände, die hunderte Meter in die Tiefe fallen, und bunte Korallenriffe, wo man grosse Fischschwärme, Rochen und auch Bullenhaie beobachten kann. Ein weiteres Highlight: Ein Nachttauchgang in den Gewässern der Bat Islands bietet eine ganz besondere Atmosphäre und die Chance, nachtaktive Meeresbewohner wie Seehasen und Aprikosenschnecken zu entdecken. Besonders faszinierend ist das biolumineszierende Plankton, das in der Dunkelheit leuchtet, wenn sich Taucher bewegen. Eine Advanced-Open-Water-Zertifizierung wird empfohlen, beziehungsweise bei vielen Anbietern von Tauchsafaris verlangt. Zusatztipp: Die Bat Islands sind am besten in der Nebensaison von Mai bis September zu betauchen und Edelweiss fliegt das ganze Jahr über nach Costa Rica. Sie liegen rund 45 Kilometer nordwestlich von Playas del Coco und sind somit in rund einer Stunde mit dem Boot zu erreichen.

Blaustreifenschnapper im Schwarm.

50 Shades of Corals bei der Isla del Caño

Ähnlich wie die berühmte Kokos-Insel überzeugt auch die Isla del Caño mit ihrer artenreichen Meeresfauna, sie befindet sich allerdings näher am Festland Costa Ricas. Die kleine, unbewohnte Insel ist Teil des gleichnamigen biologischen Reservats und liegt ebenfalls an der Pazifikküste. Das Schutzgebiet ist am besten ab Uvita (rund vier Autostunden südlich von San José) erreichbar und begeistert mit Sichtweiten von 10 bis 30 Metern Taucher und Schnorchler zugleich. Abwechslungsreiche Tauchspots bieten die Chance, bunte Fischschwärme, Adler- und Mantarochen sowie verschiedene Haiarten zu sehen. Wer am Devil’s Pinnacle taucht, findet sich etwa 15 Meter unter der Wasseroberfläche in bunten Schwärmen von Blaustreifenschnappern und Grunzern wieder. Erfahrene Taucher folgen den steilen Unterwasserklippen bis in 40 Meter Tiefe, allerdings sollten die Strömungen beachtet werden. Auf dem Weg zur Isla del Caño können Reisende je nach Jahreszeit zudem Buckelwale, Grindelwale, Delfine und sogar Orcas beobachten.

tbd

Ein Abenteuerfelsen für Anfänger im Manuel Antonio Nationalpark

Wer nach Costa Rica googelt, wird unweigerlich auf den Namen Manuel Antonio stossen. Der berühmte Nationalpark liegt rund vier Autostunden südlich von San José und bietet an Land und im Wasser eine grosse Artenvielfalt. Der Tauchspot Pixie Rock ist leicht zugänglich und bietet die optimale Gelegenheit, die Unterwasserwelt des Nationalparks zu erkunden. Am Felsen stösst man auf farbenfrohe Korallenriffe, wo Taucher unter anderem Engelsfische, Trompetenfische, Papageienfische und Seepferdchen beobachten können. Tiefen von bis zu 12 Metern sowie kaum vorhandene Strömungen machen den Pixie Rock zum perfekten Abenteuerspielplatz für weniger erfahrene Taucher und Tauchanfänger.

 tbd

Islas Catalinas: Tauchen, wo die Mantas wohnen

Ein gutes Stück vor Playas del Coco an der Pazifikküste wartet das kleine Archipel Islas Catalinas, das als Heimat der Ozeanischen Mantas gilt und bei Tauchern aus aller Welt sehr beliebt ist. Die Tauchplätze der Islas Catalinas sind mit Tiefen von 12 bis 35 Metern allerdings eher für fortgeschrittene Taucher geeignet, da hier auch starke Strömungen und raue Oberflächenbedingungen herrschen können. Hier werden vor allem Strömungstauchgänge durchgeführt, daher sollten Taucher in der Lage sein ohne Ankerleine abzutauchen. An beliebten Tauchspots wie La Pared (The Wall) oder La Punta (The Point) werden Taucher dafür mit dem Anblick von Weisspitzen-Riffhaien und zahlreichen Rochenarten belohnt. Ein ganz besonderes Highlight: Bei den Islas Catalinas sind die Ozeanischen Mantas zu Hause. Die majestätischen Mantarochen können insbesondere in den Monaten November bis April in grossen Schwärmen beobachtet werden.

Ein Stachelrochen in Korallen.

Karibische Unterwasserwelt im Cahuita Nationalpark

Während die Pazifikküste bekannt für ihre grosse Anzahl an Tauchplätzen und die Sichtung von Grossfischen wie Bullenhaien ist, überzeugt die Karibikküste mit farbenfrohen Korallenriffen, die insbesondere für Tauchanfänger geeignet sind. Gebiete wie Cahuita und Puerto Viejo sind ab San José in etwa fünf Autostunden zu erreichen und bieten hervorragende Bedingungen für Schnorchler und Taucher zugleich. Denn um so richtig in die karibische Unterwasserwelt einzutauchen, reicht meist bereits ein Schnorchel. An den geschützten Stränden des Cahuita Nationalparks gibt es zahlreiche flache Stellen, die Einblicke in die faszinierende Welt unter dem Meeresspiegel gewähren. Wer Glück hat, trifft auf Ammenhaie und Stachelrochen. Die beste Zeit, um an der Karibikküste Costa Ricas zu tauchen, ist von August bis November, wenn die Sicht klarer und das Wasser ruhiger ist.

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