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Schweizer Wein aus Sizilien

Wenn es ums Essen an Bord geht, hat sich Edelweiss eines ganz gross auf die Fahnen geschrieben: die Verwendung von regionalen Produkten. Das gilt auch für den Palmeri-Wein. Dieser wächst zwar in Sizilien, ist aber ein echtes Schweizer Produkt.

Dass Ueli Breitschmid, Besitzer des Bio-Weingutes Sitenrain in Meggen, auf das Landgut Palmeri stiess, war fast schon eine Fügung. Nach mehreren Urlaubsaufenthalten in Sizilien spielte er schon länger mit dem Gedanken, sich auf der Insel eine Ferienresidenz zuzulegen. Von einem Honigverkäufer erfuhr er, dass das Gut in der Nähe der Stadt Avola im Südosten der Insel zum Verkauf stand. Breitschmid, ursprünglich in der Dentaltechnik tätig, zeigt immer wieder Pioniergeist. So begann er 2006 mit dem Anbau von Reben auf einer vormaligen Weide in Meggen mit dem Ziel, den grössten Rebberg der Zentralschweiz anzubauen. Dieser bringt mittlerweile preisgekrönte Produkte hervor.

Bereits seit 2002 gehört die Tenuta Palmeri der Familie Breitschmid, 2011 wurde ihr sizilianischer Wein erstmals in Flaschen abgefüllt. Edelweiss Passagiere geniessen die edlen Tropfen seit Juni 2016 an Bord.

Sieben Hektar fruchtbares Land

Um den Namen des Landgutes ranken sich viele Legenden. Eine davon besagt, dass dort nach einem Krieg Friedensverhandlungen stattfanden, zu deren Abschluss ein Palmenzweig übergeben wurde. Auf jeden Fall verliebte sich Familie Breitschmid auf den ersten Blick in das wunderschöne Gehöft in Südsizilien, das 200 Jahre lang der Wohnsitz einer bedeutenden Avoleser Familie war.

Das Anwesen besteht aus einem Haupthaus und mehreren kleineren Gebäuden. Einige davon wurden zu Ferienwohnungen umgebaut, andere hat man im Originalzustand belassen, um den Charme zu bewahren. Zu Palmeri gehören sieben Hektar Land, auf denen zum Beispiel Zitronen, Orangen, Oliven, Mandeln und Granatäpfel wachsen, - und auch Jasminblüten, die für die Parfumherstellung geerntet werden.

Edle Tropfen aus Eichenfässern

Die Landwirtschaft auf Palmeri wird auf biologischer Basis betrieben, das heisst, auf den Einsatz von Chemie zur Bekämpfung von Schädlingen wird verzichtet. Das gilt selbstverständlich auch für den Rebbau. Im Jahr 2005 wurden auf 4,5 Hektar des Landes sogenannte unveredelte Setzlinge der Traubensorten Nero d’Avola, Merlot, Ancelotta, Syrah und Petit Verdot gesetzt. Weil die Triebe zum Bewurzeln einfach in die Erde gesteckt wurden, entwickelten sie eine gute Hitzeverträglichkeit und Trockenheits-Resistenz. Im drauffolgenden Sommer wurden die Setzlinge dann unter der Sonne Siziliens von einem Spezialisten veredelt (mit einer robusten Unterlage kombiniert, die sie weniger anfällig für Schädlinge macht). Im Sommer 2009 war dann die erste Vollernte möglich. Von Hand, versteht sich.

Gekeltert wird der Palmeri-Wein im gutseigenen Weinkeller unter Mithilfe eines professionellen Önologen. Die feinen Tropfen reifen in Eichenfässern aus Cognac. Im Juli 2011 konnten die Palmeri-Weine erstmals in Flaschen abgefüllt werden.

Dichtes Dunkelrot, intensives Bouquet, im Abgang leicht rauchig

Die Resultate dieser schweizerisch-sizilianischen Verbindung heissen Palmeri Rosso, Palmeri Bianco und Palmeri Blu. Den Rosso – den Rotwein – geniessen Business-Passagiere auf allen Edelweiss-Flügen. Er besteht aus fünf Traubensorten: Marcelan (43 %), Cabernet Sauvignon (9 %), Merlot (36 %), Syrah (7 %) und Petit Verdot (5 %). Die Vergärung erfolgt im Eichenholztank, der Ausbau während 16 Monaten in gebrauchten Barriques. Der Rosso besticht durch ein dichtes Dunkelrot und ein intensives Bouquet, das an Sauerkirschen und getrocknete Früchte erinnert. Im Abgang ist er leicht rauchig. Er passt perfekt zu Fleisch und – wen wunderts – zu original italienischer Pasta. Und natürlich ist ein Glas Palmeri Rosso auch einfach so – sozusagen pur – eine Gaumenfreude. Nicht nur auf einem Edelweiss Flug nach Sizilien.

Gerade Gäste, die mit der führenden Schweizer Ferienfluggesellschaft nach Catania fliegen, sollten sich unbedingt ein Gläschen Rotwein oder zwei genehmigen. Wer einfach mal bei Familie Breitschmid vorbeischauen möchte - oder gleich selbst Hand anlegen will bei der Herstellung des Weins –, kann das gerne tun. Das Gut ist zwar immer noch in erster Linie der Zweitwohnsitz der Familie selbst. In den umgebauten Nebengebäuden sind aber auch Gäste willkommen – auch solche, die auf dem Hof mithelfen möchten (Infos: www.tenutapalmeri.it).

Ein glücklicher Zufall für Edelweiss Gäste

Schliesslich ist das Leitmotiv der Breitschmids die Idee, dass nichts richtig Spass macht, wenn man ganz allein davon profitiert. Was für ein glücklicher Zufall also, dass Ueli Breitschmid vor Jahren nach Honig suchte – und ein Weingut fand, dessen schmackhafte Produkte nun auch die Passagiere der führenden Schweizer Ferienfluggesellschaft überzeugen.