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Everybody’s Darlings: Die Bärli-Biberli!

Sie verleihen zwar keine Flügel – aber sie garantieren himmlischen Genuss. 800‘000 Bärli-Biberli werden jedes Jahr in den Flugzeugen von Edelweiss verteilt. Hergestellt wird die beliebte Leckerei nach traditionellem Geheimrezept im Appenzell.

Das Beste kommt immer zum Schluss. Kurz vor der Landung werden auf jedem Edelweiss Flug die feinen Biberli mit der Edelweiss Prägung verteilt. Und nicht selten hört man dabei: „Darf ich zwei nehmen?“ Die Biber haben nämlich einen entscheidenden Vorteil: Im Gegensatz zu Schokolade, die viele Fluggesellschaften ihren Passagieren anbieten, schmelzen sie nicht. So kann man sie auch mal am Ferienziel am Strand geniessen, wenn sich dort der kleine Hunger meldet.

Gaumenfreude nach streng gehütetem Geheimrezept

Hergestellt werden die kleinen Köstlichkeiten bereits in vierter Generation von Familie Bischofberger in Weissbad im Kanton Appenzell Innerrhoden. Ihr Motto lautet seit fünfzig Jahren „Hausgemacht schmeckts am besten“. So wird für die Biber zum Beispiel ausschliesslich Appenzeller Butter verarbeitet. Und die Appenzeller sind so stolz auf ihr traditionelles Gebäck, dass das Rezept ein streng gehütetes Geheimnis ist.

Bereits im 16. Jahrhundert kam man im Appenzell auf die Idee, Honigteig mit einer Nussfüllung herzustellen und das Gebäck mit einer Prägung zu versehen. Zumindest in diesem Teil der Schweiz werden also seit fast fünfhundert Jahren Biber verspeist. Was die Namensherkunft angeht, ist man sich uneinig. Einige Quellen weisen auf die Bezeichnung „Piment“ für Nelkenpfeffer hin, während andere das mittelhochdeutsche Wort „Bimenzelten“, was so viel wie Fladen oder flaches Gebäck bedeutet, für den Ursprung des Namens „Biber“ halten.

Der grosse Stolz des Appenzells

Klar ist, dass die Bärli-Biber ihren einzigartigen Geschmack einer ganz besonderen Gewürzmischung und der speziellen Teigführung verdanken. Ausser auf einheimische Milch und Butter wird viel Wert auf den Bienenhonig gelegt, der in den Teig gemischt wird. Dieser muss ein besonders kräftiges Aroma haben. Und für die Füllung kommen nur Mandeln von bester Qualität infrage.

Hergestellt wird das feine Gebäck seit jeher im eigenen Hause der Bischofberger AG. Bereits im 19. Jahrhundert befand sich an diesem Standort eine Brot- und Biberbäckerei. 1960 wurde diese von der Familie Bischofberger übernommen. Sie verzichtete auf das Backen von Brot und spezialisierte sich auf die Produktion von Appenzeller Bärli-Bibern. Die Marke wurde übrigens bereits 1957 beim Eidgenössischen Amt für Geistiges Eigentum eingetragen. Die Appenzeller sind also seit gut sechzig Jahren stolz auf ihren „Bärli-Biber“. Und das zu Recht.

Hergestellt in liebevoller Handarbeit

Wie das Motto der Hersteller verrät, werden die feinen Leckereien von Hand gemacht, mit viel Liebe und Geduld. Der Teig muss nach der Herstellung eine Nacht lang ruhen – weil die Biber dann einfach besser schmecken. Und danach sitzt jeder Handgriff: Teig auswallen, in Stücke schneiden, ins Modelbild pressen – in unserem Fall unser allseits bekanntes Edelweiss -, Füllung auftragen, Boden auflegen, wenden, ausstechen, aufs Bachblech setzen, gut zwanzig Minuten backen.

Nach dem Abkühlen und dem Besprühen mit einer naturreinen Akazienfaser (für den schönen Glanz), werden die Bärli-Biber in eine spezielle Folie gepackt, damit sie möglichst lange frisch bleiben.

Snack für Sportler, Dessert für Schlemmer

Übrigens greifen immer öfter auch ambitionierte Sportlerinnen und Sportler auf die Bärli-Biberli zurück. Der Trauben- oder Fruchtzuckeranteil im Honig geht direkt ins Blut und spendet Energie. Zudem wird der Kohlehydrat-Speicher schnell aufgefüllt. Die Biberli sind also natürliche Energiespender ohne chemische Zusätze, die zudem in jede Jacken- oder Hosentasche passen. Das gilt natürlich auch für Hobby-Sportler. Wer also plant, in den Ferien aufs Velo zu steigen oder die Wanderschuhe zu schnüren, hebt sich sein Edelweiss Biberli am besten für später auf. Oder fragt im Flieger ungeniert nach einem zweiten.

Und noch etwas: Die Biber schmecken nicht nur pur, sondern können auch zu feinen Desserts verarbeitet werden. Wer also auf dem Heimflug die Leckereien der ganzen Familie einsammelt, kann zu Hause ein Glacé, ein Parfait, eine Mousse oder eine Creme servieren. Und beim Schlemmen in Ferien-Erinnerungen schwelgen.