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Reisen durch die Zeit: traditionelle Lebensart auf Zakynthos

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Die drittgrösste der Ionischen Inseln verbindet gemächliches Landleben mit quirligen Städten: ein toller Mix, um Kultur und Tradition der Menschen vor Ort kennenzulernen. Dabei stösst man auch auf byzantinische und venezianische Spuren, denn Zykanthos ist bereits seit Jahrtausenden gut besucht …

Wein, Oliven und Korinthen

Eine Zeitung, einige Münzen und Küchenutensilien liegen auf dem Tisch verstreut, als wäre die Ur-Urgrossmutter nur mal kurz draussen im Garten. Die liebevoll gestalteten Räume des Landwirtschaftsmuseums «Vertzagio» in Pigadakia vermitteln auf eindrückliche Weise das Lebensgefühl griechischer Bauern vor 200 Jahren. Im Hof stehen originale Geräte zur Verarbeitung von Oliven und Wein, die früher mit Pferden betrieben wurden. Wer vom Landleben nicht genug kriegen kann, dem sei auch ein Bummel durch das malerische Dorf und die grünen Hügel rund um Alykes empfohlen.

Vertzagio Folk Museum (Englisch)

Die Hüter der Kunst

Das Byzantinische Museum im Zentrum von Zakynthos-Stadt ist nicht nur das grösste der Insel, es hat auch eine ganz besondere Bedeutung für die Einheimischen. Denn als die Stadt 1953 von einem Erdbeben in Schutt und Asche gelegt wurde, gingen auch viele wertvolle Kunstschätze unwiederbringlich verloren. Was überlebte, ist heute in diesem Museum ausgestellt – es ist die Schatzkammer der zakynthischen Identität. Hier ist Kunst aus mehreren Jahrtausenden versammelt – von byzantinischen Schnitzereien bis zu Gemälden wichtiger griechischer Maler.

Museum Zante Island

Der Gesang der Schwestern

Wie riesige Erdbeer-Sahne-Bonbons ragen die Türme des Eleftheotria-Klosters aus der grünen Hügellandschaft rund um Macherado hervor. Die rot-weiss-gestreiften Kuppeln sind jedoch nicht die einzige Besonderheit des Stifts. Im Gegensatz zu vielen anderen Klöstern ist es auch heute noch von Nonnen bewohnt, die furchtlos Tradition mit Fortschritt verbinden: So wird der Strom aus der hauseigenen Solaranlage bezogen. Absolut sehenswert ist der prächtig blühende Klostergarten. Und wenn Sie dort eine Weile selig flanieren, können Sie auch den Chorgesang der frommen Schwestern hören.

Kirchen und Klöster

Erbe der Venezianer

Auf dem Hügel von Bochali über Zakynthos-Stadt liegt die Burgruine «Kastro» wie ein grosser Schildkrötenpanzer: knubbelig, wehrhaft und alt, wie mit grünem Flaum bewachsen. Sie wurde im 15. Jahrhundert von den Venezianern erbaut, die der Insel den Namen «Fior di Levante» (Blume des Ostens) verliehen. In der friedlichen Parkanlage lassen nur massive Befestigungsmauern noch erahnen, wie umkämpft die Insel einst war. Die Ruine ist über einen steilen, bewaldeten Fussweg oder per Auto erreichbar. Highlight: Der Panoramablick auf die Halbinsel Skopos und das Stadtzentrum von Zakynthos, wo das moderne Leben herrscht.

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