Tauch-Facts

Tauchgeschäfte im Umkreis von 50 km:
7 (Nordosten), 6 (Nordwesten), 4 (Süden)
Empfohlene Reisezeit:
März bis Oktober
Tauchgang-Preis:
Ab UDS 30 (zzgl. Ausrüstung; Achtung, die Preise variieren stark!)
Schnuppertauchgang-Preis:
Ab USD 100 (inkl. Ausrüstung, Bootsfahrt und Theorieunterricht)
Empfohlener Tauchanzug:
Wetsuit, 5 bis 7 mm
Flugverbindungen:
Flugplan Olbia (Sardinien) Flugplan Cagliari (Sardinien)

Edelweiss Empfehlung

Nur gut 50 Kilometer nördlich von Olbia liegt mitten im Nationalpark des La-Maddalena-Archipels die Insel Caprera. Rund um dieses Taucher-Mekka befinden sich unzählige Tauchspots, welche sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene bis hin zum Profi geeignet sind. Es gibt Korallenriffe, aber auch grosse, gestapelte Steine, die Wege und Höhlen bilden – ein grosser Spass für Fische und Taucher. Der Canyon di Caprera ist die Heimat von Finn- und Schnabelwalen, Delfinen, Tümmlern und anderen in diesen Breitengraden sonst selten anzutreffenden Meeresbewohnern. Sie bleiben meist den ganzen Sommer in diesem Walschutzgebiet, das sich von Sardinien über Korsika bis Genua erstreckt. Der Orso Diving Club in Poltu Quatu, unweit der Insel, bietet unter anderem Whale-Watching-Touren an.

Tunnel-Tauchen mit Hummer, Muräne und Co.

Eines der spektakulärsten Tauchgebiete Sardiniens ist die Grotte von Nereo, wenige Kilometer von Alghero entfernt. Unter dem Kalkmassiv von Capo Caccia erstreckt sich die Meereshöhle mit Wegen und Tunnel auf einer Länge von 300 Metern. Sie beherbergt fast die gesamte Fauna, welche das Mittelmeer zu bieten hat – von Barschen über riesige Aale und Muränen bis hin zu Hummern und anderen Krebstieren – und ist deshalb eines der beliebtesten Ziele für Taucher aus der ganzen Welt.

Villasimius: römische Wracks, Flamingos und Robben

Ein Paradies für Wracktaucher ist Villasimius ganz im Süden Sardiniens. Hier liegen an die hundert gesunkene Schiffe, grösstenteils aus dem Römerreich. Zum Tauchen und Schnorcheln eignen sich besonders die Isola dei Cavoli, die Isola Serpentara und das Capo Carbonara. Das Meeresschutzgebiet Area Marina Protetta Capo Carbonara dient als Heimat für verschiedenste Tiere, die im und rund ums Wasser leben. Hier lassen sich im Frühling und Sommer zum Beispiel Flamingos auf dem Lagunensee beobachten. Vor der Cavoli-Insel werden immer wieder Delfine beobachtet – aber auch einige Exemplare der vom Aussterben bedrohten Mönchsrobben. Schiffe dürfen in diesen Gebieten nur an bestimmten Stellen vor Anker gehen.

Grotten und Schiffswracks vor Cala Gonone

Knapp 100 Kilometer südlich von Olbia liegt Cala Gonone am Golf von Orosei. Hier finden sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene verschiedene Tauchschulen und eine geeignete Tauchbasis. Relativ einfach zu betauchen ist die Grotta dello Smeraldo – ideal für erste Erfahrungen im Höhlentauchen. Neben den Höhlen locken Wracks sowohl Taucher als auch Unterwasserlebewesen an. In 34 Metern Tiefe steht zum Beispiel die «KT 12» senkrecht im Wasser. Heute ist das deutsche Versorgungsschiff aus dem Zweiten Weltkrieg als künstliches Riff ein ideales Domizil für Barsche, Mönchsfische, Aale oder Muränen. Nicht weit vom Wrack liegen auch noch Teile ihrer Ladung, nämlich einige Lastwagen. Rings um die Insel wurden während des Zweiten Weltkrieges noch weitere Schiffe versenkt, zum Beispiel die 45 Meter lange «Nasello».

Geheimtipps im Südwesten: San Pietro und Sant’Antioco

Die Gebiete im Südwesten Sardiniens sind im Vergleich zu anderen Tauchrevieren relativ unbekannt. Wer es ein bisschen ruhiger mag, ist hier goldrichtig. Das Inselchen San Pietro liegt im kristallklaren Wasser, das berühmt ist für die riesigen Thunfische, die hier leben. Ein Highlight ist das Tauchen in der Gegend der alten Thun-Fischerei von Le Tonnare. Auf der Insel befindet sich das Tauchzentrum Isla Diving, das seine Gäste zum Beispiel zu versunkenen Relikten oder unberührten Unterwasser-Landschaften führt.

Südlich von San Pietro liegt die Insel Sant’Antioco. Rund um die dortigen Seegras-Wiesen lässt sich Spektakuläres beobachten – zum Beispiel Delfine oder Mantarochen. Auch die natürlichen Felsformationen sind ein idealer Tummelplatz für Taucher. Besonders schön zu erkunden: die Unterwasserwelt der versteckten Bucht Cala Lunga (Calasetta), fernab vom regen Tourismus auf Sardinien. Der Taucher-Himmel unter Wasser!