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Tiefen, entspannt: tolle Tauchspots vor Lanzarote

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Mit Botschaft: das Museo Atlántico

Ein künstliches Riff aus Beton, das bereits von Pflanzen und Tieren in Besitz genommen wird: Das Museo Atlántico des britischen Bildhauers Jason DeCaires Taylor ist der spektakulärste Tauchspot der Insel. Auf dem Meeresboden vor der Playa Blanca bilden die lebensgrossen Betonskulpturen des Künstlers politische Wirklichkeit nach: verzweifelte Menschen auf einem «Lampe-dusa-Floss», eine Gruppe, die auf die Lücke in einer Mauer zuläuft, dazwischen Szenen der Gleichgültigkeit, Gedanken-losigkeit und fehlenden Empathie. Wer aus dieser besonderen Ausstellung wieder auftaucht, blickt anders auf die Welt als zuvor.

Museo Atlántico

Rochen und Muränen spotten

Der Tauchspot Ray Garden liegt in rund 14 Meter Tiefe vor der Halbinsel El Cachazo in Playa Blanca. Hier, auf der großen, flachen Sandfläche vor dem Riff, können Sie zahlreiche Stachel-rochen, Adlerrochen, Zitterrochen und Schmetterlingsrochen sehen, dazu mitten im Sand auch gern mal einen Engelhai mit grossen, flachen Flossen. In den roten Korallen am Tauchspot Waikiki vor Puerto del Carmen hausen viele verschiedene Muränenarten. Die maximale Tauchtiefe hier beträgt 40 Meter. Wer Muränen sehen möchte, kann auch in Playa Blanca vom Strand aus zum Moray Reef in 16 Meter Tiefe tauchen. Dort siedeln schwarze und braune Muränen sowie Tigermuränen.

Schwärme an der Flamingo Wall

Der beste Ort und gleichzeitig der einfachste, um grossen Fischschwärmen zu begegnen, ist die Flamingo Wall vor der Playa Flamingo im Süden von Lanzarote. Sie steigen direkt am Strand ins Wasser und schwimmen hinaus zur Lücke in der Wellenbrecher-mauer, die dem Spot ihren Namen gegeben hat. Unmittelbar nach dem Abtauchen hinter der Wand sehen Sie Hunderte von Gold-striemen, Marmorbrassen und Bastard-Grunzern – und auch den einen oder anderen hungrigen Barrakuda. Sie können hier zwischen vier und 18 Meter tief tauchen. Unten im Sandboden verstecken sich Schmetterlings-rochen und Engelhaie, weiter oben schwimmen Schildkröten.

Das längste Riff: Las Coloradas

Sie möchten Barrakudas sehen, und zwar viele? Dann tauchen Sie am besten am Coloradas-Riff, dem längsten vor Playa Blanca. Die schmale Felsformation liegt in zwölf bis 18 Meter Tiefe parallel zur Küste. Sie sehen die jungen Raubfische dort in grossen Schwärmen – ebenso wie ihre Beute, die Brassen. Wenn die Barrakudas älter (und grösser) werden, jagen sie eher allein. Das Coloradas-Riff hat einen langen Bogengang, den Sie durchtauchen können. Auch dort und rund um das Riff begegnen Sie vielen Meerestieren, darunter Engelhaie und Stachelrochen, durch eine kleine Höhle kommen Sie aufs Riffdach.

Die Wracks vor Puerto del Carmen

Vor dem alten Hafen von Puerto del Carmen verbirgt sich ein kleines Paradies für Taucher: ein Schiffsfriedhof. Eines der sieben Wracks wurde bei der Hafen-erweiterung teilweise von einem der neuen Wellenbrecher verschüttet. Begegnungen mit Roten Kardinalbarschen, Engel-haien und Adlerrochen sind hier unten nicht selten. Im Internet berichten Taucher von einer skurrilen Entdeckung: Auf eines der Wracks hat jemand «Chucky, die Mörderpuppe» gesetzt, die inzwischen ziemlich zugewachsen ist. Erfahrene Taucher beginnen bei den tiefer liegenden Wracks und setzen die gut erhaltenen Schiffe weiter oben an den Schluss ihres Tauchgangs.

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