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Noten und Nostalgie – eine Kultur-Tour durch Havanna

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Der Rhythmus der Stadt

«Havanna, oh na na, half of my heart is in havanna, oh na na» – Camila Cabellos Hit «Havanna» spricht für alle, die einmal in die Hauptstadt Kubas reisen: Sie verlieren ihr Herz an die schillernde Stadt. Havanna, das sind bunte Häuserfronten, tanzende Menschen auf Bürgersteigen und Oldtimer auf den Straßen. Von Musik-Cafés über Nationaltheater bis zum Revolutionsmuseum – wir zeigen Ihnen die kulturellen Highlights.

Der Klang von Havanna

Ob Salsa oder Saxophon, ob Rumba oder Reggae, ob «Buena Vista Social Club» oder Bongo-Trommel – kubanische Klänge verfolgen einen in den Strassen Havannas auf Schritt und Tritt. Denn Musik ist mehr als nur ein Stück Kultur, sie ist das Herz des Karibikstaates und fliesst durch die Adern eines jeden Kubaners und einer jeden Kubanerin. Probieren Sie es einfach mal aus und schlagen Sie stets die Richtung ein, aus der gerade die packendsten Beats kommen. So treffen Sie unweigerlich auf Strassenmusiker und Livemusik-Cafés. Ihre schwungbereite Hüfte zeigt Ihnen an, wo sie länger bleiben sollten.

Theater mit Botschaft

Wer die Kultur Havannas erkunden möchte, sollte einen der wichtigsten künstlerischen Schauplätze besuchen: das Teatro Nacional de Cuba auf der Plaza de la Revolución, wo schon Fidel Castro seine Marathon-Reden vor Millionen Kubanern und Kubanerinnen hielt. Das moderne Gebäude mit seiner glänzenden Glasfront ist nicht nur ein eindrucksvoller Kontrast zur bunten Altstadt und dem ehrwürdig-prächtigen Gran Teatro de La Habana, sondern auch eines der grössten Theater der Karibik. Neben zwei grossen Sälen und einem kleinen Café hat es auch einen hübschen Theatergarten, wo Sie flanierend eine Reihe interessanter Skulpturen betrachten können.

Ein Haus der Geschichte

Einst als Präsidentenpalast auserkoren und 1920 fertiggestellt, befindet sich in der ehemaligen Residenz mit imposantem Kuppeldach und Rundbögenfenstern heute das Museo de la Revolución. Einige Dauerausstellungen befassen sich nicht erst mit der Revolution von 1958, sondern auch mit den Befreiungskämpfen seit der Kolonialisierung im 15. Jahrhunderts. An diesem Ort, wo historische Schätze wie Che Guevaras Pfeife oder das vergoldete Telefon des einstigen Diktators Batistas zu sehen sind, lässt sich, naturgemäss propagandistisch inszeniert, die Geschichte einer legendären Revolution in allen Einzelheiten und Wendungen nachvollziehen.

Eine Feier des Geschmacks

Jedes Jahr im Frühling feiern Kubaner und Kubanerinnen gemeinsam mit 1’000 Reisenden aus aller Welt das feurige Markenzeichen des Landes: die Habano-Zigarre. So dreht sich auf dem Festival del Habano alles um den Tabakgenuss. Ein Galadinner mit reichlich Rum und Rauch und auch Exkursionen zu edlen Tabakfeldern stehen auf dem Programm. Und wenn Sie schon mal in Havanna sind, probieren Sie doch mal ein echtes Original mit kurioser Geschichte: eine «H. Upmann», die existiert, weil ein wagemutiger deutscher Bankier namens Hermann Upmann 1844 nach Havanna auswanderte und dort kurzerhand erfolgreicher Zigarrenproduzent wurde.

Abschluss mit Kanonendonner

Die Sonne über Kuba geht unter, es ist Zeit, Ihre Kultur-Tour gebührend abzuschliessen. Mit einem Dinner an der zauberhaften Plaza de la Catedral in der Altstadt – oder mit ordentlich lauten Kanonenschüssen! Die gibt es jeden Abend – als Startsignal des kubanischen Nachtlebens – um 21 Uhr auf der Festung La Cabaña. Ende des 18. Jahrhunderts vom spanischen Architekten Silvestre Abarca erbaut, ist sie heute die grösste spanische Burgruine auf dem amerikanischen Kontinent. Wer durch die engen Gassen über Zugbrücken schlendert und in einem der Burgmuseen Che Guevaras ehemaliges Büro besichtigt, kann Havannas wechselvolle Vergangenheit fast hautnah spüren.

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