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Klein-Venedig:
Ein Tag in Puerto de Mogán

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Malerischer Hafenort

Der kleine Hafenort, der in den 1980er-Jahren von einer Fischersiedlung in eine malerische Marina verwandelt wurde, gilt heute als das schönste Dorf Gran Canarias. Wegen seiner Kanäle, die vom Hafen aus ins Ortsinnere führen, wird Puerto de Mogán auch «Klein Venedig der Kanaren» genannt. Nur sehr wenige Häuser haben hier mehr als zwei Stockwerke, höher zu bauen ist verboten. Typisch für die Architektur sind die weissen Fassaden mit roten, blauen oder gelben Schmucklinien und grünen Fensterrahmen. Die meisten Anwohner der romantischen kleinen Gassen am Hafen haben ihre Häuser und Rundbögen mit Blumen geschmückt.

Markttreiben am Freitag

Hier laden viele schöne Cafés ein, auch direkt am Hafen, mit Blick auf Jachten und Fischerboote. In den mediterranen Restaurants wird von Tapas bis zur gebratenen Seezunge alles serviert, was die spanische Küche zu bieten hat. Der Ort hat sich indes auf internationales Publikum eingestellt, es gibt auch italienische und indische Küche. Wer es sich aussuchen kann, sollte freitags nach Puerto de Mogán kommen, dann findet der grosse Wochenmarkt statt. Im bunten Angebot: Blumen, Obst und Gemüse sowie regionale kanarische, spanische und auch afrikanische Handwerksprodukte, Kleidung und Souvenirs.

Genuss mit scharfer Sauce

Unbedingt probieren sollte man an einem der Imbiss-Stände die kleinen kanarischen Papas Arrugadas (Schrumpelkartoffeln), die in Meerwasser gegart und mit scharfer Mojo-Sauce aus Knoblauch und Öl mit Kräutern oder Tomaten und Chili gereicht werden.  Ein etwas exklusiveres Einkaufsvergnügen bietet der Kunsthandwerkermarkt, wo ausschliesslich lizenzierte lokale Könner ihre von Hand produzierten Werke anbieten dürfen. Jeden Montag gibt es hier die Gelegenheit, hochwertige und originelle Souvenirs zu entdecken.

Ein Strand für alle Fälle

Die Playa de Mogán, der grosse gelbe Sandstrand des Ortes, grenzt direkt an den Hafen. Er besteht aus einem freien, breiten Badestrand und einem Bereich mit Liegen und Sonnenschirmen. Das Wasser ist hier sehr klar, durch den hellen Meeresboden schimmert es türkisblau, an einigen Stellen kann man farbenfrohe Fische sehen. Beide Seiten sind stets gut besucht, besonders an den Markttagen. Familien mit kleinen Kindern schätzen diesen «Sorglos-Strand» besonders, denn das Wasser ist bis weit hinein sehr flach. Der perfekte Tipp für Taucher und Schnorchler: Gönnen Sie sich einen Segelbootausflug, täglich starten viele in Puerto de Mogán.

Ein Ausflug in die Tiefe

Die Touren müssen vorher online gebucht werden, im Internet finden Sie verschiedene Anbieter. Wer die vulkanischen Unterwasserwelten Gran Canarias spontan erkunden möchte – auch das ist möglich, sogar trockenen Fusses. Am Rand des Hafens fährt das «Yellow Submarine» zu 40-minütigen Touren ab. Dieses elektrisch betriebene U-Boot mit Glasboden taucht bis zu 25 Meter tief und ist klimatisiert. Das kann wichtig sein, denn die Region um Puerto de Mogán hat die meisten Sonnenstunden in ganz Europa.

Logenplatz zum Sonnenuntergang

Besucher mit etwas mehr Zeit machen noch einen kurzen Spaziergang zur Cañada de los Gatos (Katzenschlucht), einer archäologischen Stätte am Westhang des Dorfs. Dort hat man nicht nur einen tollen Blick über den Ort, sondern erfährt auch einige interessante Details über die Geschichte Gran Canarias vor der spanischen Eroberung. Die Bar in der Anlage und die Cafeteria am Aussichtspunkt halten kühle Getränke und Snacks bereit – Sie haben den perfekten Ort für den Sonnenuntergang gefunden.

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