Zurück zu Figari (Korsika)

Grosse Tour auf Korsika

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Knapp 90 Kilometer nördlich von Figari ragt das Capo di Muro ins Meer hinaus, eine Halbinsel, bewachsen mit üppiger Macchia und durchzogen von Wanderpfaden. Der Rundweg führt bis zur Spitze des Kaps und am Ufer entlang mit fantastischem Weitblick auf die Küste. Die Tour bietet viel Abwechslung, weil sie das Natur- mit dem Badeerlebnis kombiniert und dank abfallender Felsen, einsamer Passagen und grandioser Aussichten auch ein wenig den Adrenalinspiegel in die Höhe treibt. Aber ja, es hat  auch Gelegenheit zum Baden …

Feste Schuhe, viel Wasser!

Drei bis vier Stunden dauert die Umrundung des Kaps, für die feste Schuhe und genug Trinkwasser ratsam sind. Das Kap ist nur zu Fuss erreichbar, die Strasse endet kurz hinter Cascionu an einer Weggabelung. Von hier führt der anfangs noch breite Weg durch die Macchia zu einem mehr als 300 Jahre alten Genueserturm rund 120 Meter über dem Meer, einem Beobachtungsposten gegen Piraten. Der Aufstieg lohnt, denn der weite Blick auf den Golf von Ajaccio und die sanft geschwungene Küstenlinie ist spektakulär. Bei guter Sicht kann man sogar die Inselhauptstadt Ajaccio erkennen.

Wind, Wetter? Wandern!

Ab dem Turm wird die Wanderung deutlich einsamer, denn viele Besucher kehren hier wieder um. Wer weiter bis zur Spitze des Kaps wandert, folgt den Markierungen. Unterhalb des Turms führt rechts ein schmaler Pfad hinunter zum Wasser, der Rundweg steigt dagegen etwas an. Es geht durch ein Wäldchen, vorbei an einem verlassenen Steinhaus und schliesslich über Felsen zur Landspitze und ans Wasser. Abhängig vom Wind branden hier mitunter riesige Wellen an und umspülen die zerklüfteten Fels- und Steinformationen.

Abkühlung inklusive

Selbst wenn die Sonne heftig vom Himmel knallt – dieser Ort ist ein geniales Fotomotiv, aber kein Badeplatz, der Strömung und der hohen Wellen wegen. Wen es zum Meer drängt, der hat nach etwa zehn Minuten Fussweg (endlich) Grund zur Freude: Man folgt den ausgetretenen Steinen und erreicht hinter einem Felsgürtel die Kapelle «Chapelle a Madonuccia», ein halboffenes Häuschen mit einer Madonnenstatue. In der geschützten, flachen Bucht kann man sich bei wenig Brandung wunderbar im Wasser abkühlen.

Lockruf des Meeres

Zwei weitere Badestellen folgen entlang des Wegs, der nun zunächst am Leuchtturm vorbei über Felsen und dann durch die schattige Macchia oberhalb der Küste zurück zum Ausgangspunkt führt: In Höhe einer Hausruine befindet sich rechter Hand ein Bootssteg. Und später können Wanderer den Pfad hinunter zur Badestelle «Rochers de Monte Biancu» einschlagen. Der Hauptweg bleibt stets oberhalb der Küste, ab und zu geben die Büsche den Blick aufs Meer und die Uferlinie Korsikas frei. Von hier aus ist auch ein traumhafter, in einer Bucht gelegener Strand zu sehen: Cala d‘ Orzo. Lassen Sie ihn sich nicht entgehen.

Grandioses Finale

Die Strasse zu diesem Strand zweigt direkt beim Parkplatz ab. Sie ist allerdings nicht ohne. Die steilen Serpentinen sind nur für starke Nerven und geübte Autofahrer geeignet. Wer sich das nicht antun möchte, kann die 800 Meter zu Fuss hinabsteigen. Dort wird man mit einem fantastischen und nicht zu überlaufenen Strand belohnt, an dem man den Tag wunderbar ausklingen lassen kann.

Rundweg Capo di Muro auf einen Blick

Länge: Rund 9 km langer Küsten- und Badewanderweg
Höhenmeter: 180 HM
Anforderungen: leicht bis mittelschwer, gute Grundkondition
Anfahrt: Küstenstraße D155 bis Acqua Doria, weiter bis Cascionu
Bademöglichkeiten: Auf der Rückwanderung von der Spitze des Kaps Sehenswertes: Genuesenturm, Seefahrerkapelle

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