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Grosse grüne Runde: Best of Ireland

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Corks Flughafen ist der ideale Ausgangspunkt für einen Roadtrip mit dem Mietwagen durch Irland. Sehenswerte Ziele gibt es überreichlich – wir stellen Ihnen unsere Highlights vor.

100 Prozent irisch: Kilkenny

Zweieinhalb Autostunden nordöstlich von Cork liegt die mittelalterlich anmutende Kleinstadt Kilkenny, die typisch ist für Irland, perfekt für den Einstieg und deshalb Etappenziel Nummer eins. Hier erwarten Sie verwinkelte Gassen, Traditionspubs und eine rege Kunsthandwerkerszene. Töpferwaren, Schmuck und Gemälde dominieren das Angebot, viele kleine Geschäfte laden zum Stöbern ein. Ebenfalls sehenswert: Kilkenny Castle, ein mächtiges normannisches Schloss mit einem riesigen Park. Es wurde von 1195 bis 1213 erbaut und diente der Verteidigung der umliegenden Handelswege und der Furt durch den Fluss Nore.

Visit Kilkenny (Englisch)

Vom Teufel ausgespuckt: Rock of Cashel

Sagenumwoben ist das Ziel der nächsten Etappe: Den Rock of Cashel soll der Teufel aus den Slieve Bloom Mountains herausgebissen und angewidert ausgespuckt haben, als er sah, dass der Heilige Patrick eine Kirche baute. Soweit die Legende. Historisch gesichert ist, dass der Rock of Cashel im 4. Jahrhundert Sitz der Könige von Munster war und im 5. Jahrhundert zum Bischofssitz wurde. Auf dem 65 Meter hohen Felsen thront eine gigantische Burgruine, deren ältestes Gebäude, ein gut erhaltener Rundturm, seit ungefähr 1’000 Jahren dort steht. Nicht nur Geschichtsinteressierte kommen an diesem mystischen Ort auf ihre Kosten.

Rock of Cashel (Englisch)

Kirche, Kneipe, Knast: Sightseeing in Dublin

Irland ist berühmt für seine Natur – aber ein ausgiebiger Stopp in der Hauptstadt muss ebenfalls sein. Lassen Sie sich durch Dublin treiben oder nehmen Sie den Big Bus, der auf einer Hop-on-Hop-off-Tour viele Sehenswürdigkeiten ansteuert. Genauer anschauen könnten Sie sich, je nach Gusto: die altehrwürdige Bibliothek des Trinity College, in der schon Bram Stoker und Oscar Wilde Bücher gewälzt haben. Oder die «Temple Bar», einen Pub mit Kultstatus. Oder das seit 1924 leer stehende, gruselige Gefängnis Kilmainham Gaol. Oder die eindrucksvolle St. Patrick’s Cathedral, deren Grundstein im Jahr 1191 gelegt wurde. Oder …

St. Patrick’s Cathedral

Irische Braukunst: Guinness Storehouse

Neben dem Baileys-Likör und der Kerrygold-Butter ist Guinness, das schwarze Bier mit der cremigen Krone, der wohl grösste Exportschlager Irlands. Die gleichnamige Brauerei wurde von Arthur Guinness 1759 am St. James’s Gate in Dublin gegründet. An dieser Adresse steht das Guinness Storehouse, wo Sie heute alles über die Herstellung und die Geschichte des weltberühmten irischen Biers erfahren können. Im siebten Stock des Gebäudes befindet sich die Gravity Bar, in der Sie zum Abschluss Ihres Besuches ein Pint Guinness geniessen können – von dem Sie dann ja wissen, wie es gebraut wird. Einen tollen Ausblick auf Dublin gibt’s gratis dazu.

Guiness Storehouse

Wandern in der Wildnis: Connemara-Nationalpark

Die längste Etappe dieses Roadtrips führt einmal quer über die Insel – von Dublin zum 300 Kilometer entfernten Connemara- Nationalpark an der Westküste. Besucher können hier eine der schönsten Landschaften Irlands erleben: raue Felsen, einsame Seen, sanfte Hügel, weite Grasflächen. Drei ausgeschilderte Wanderwege führen durch den Park; Ausstellungen informieren über die Geschichte, Geologie, Flora und Fauna der Region. Im Sommer bietet das Besucherzentrum auch Führungen und Aktivitäten für Kinder an.

Connemara National Park (Englisch)

Vom Schloss zum Kloster: Kylemore Abbey

Am Rand des Connemara- Nationalparks liegt die älteste Benediktinerinnen-Abtei Irlands, Kylemore Abbey. Der imposante Bau am Ufer des Lough Pollacappul mutet an wie eine Mischung aus verwunschenem Märchenschloss und der Kulisse eines Harry-Potter-Films. Erbaut wurde er im 19. Jahrhundert vom Grossindustriellen Mitchell Henry – als Geschenk für seine Frau Margaret. Nach ihrem Tod verkaufte Henry das Schloss und kehrte nie wieder dorthin zurück. Ein kleiner Teil der heutigen Abtei kann besichtigt werden, die übrigen Gebäudeteile werden allein von den Ordensschwestern genutzt.

Kylemore Abbey (Englisch)

Karge Schönheit: die Aran-Inseln

«Gib Paris auf, geh auf die Aran-Inseln und erlebe ein Leben, für das es keinen Ausdruck gibt», schrieb der irische Dichter William Butler Yeats über die kargen Kalksteininseln vor der Bucht von Galway. Der Reiz der Eilande liegt in ihrer von Trockenmauern durchzogenen Landschaft, prähistorischen Steinforts (Duns), der herben Natur und der Einsamkeit. Selbst auf Inishmore, der grössten Aran-Insel, leben weniger als 1’000 Menschen. Erkunden Sie Inishmore am besten mit dem Miet-Fahrrad oder per Bus-Tour – Ihr Auto dürfen Sie jedenfalls nicht mitbringen. Fährverbindungen gibt es von Rossaveal (gälisch: Ros an Mhíl) und Doolin.

Aran Islands

Vom Meer geformt: Wild Atlantic Way

Der schnellste Weg von Rossaveal zurück zum Flughafen Cork ist 250 Kilometer lang und führt durchs Landesinnere – es empfiehlt sich aber, einen Umweg zu nehmen: Fahren Sie unbedingt den «Wild Atlantic Way», die Panoramastrasse, die sich an der gesamten zerklüfteten irischen Westküste entlangschlängelt. Und planen Sie viel Zeit ein, denn Sie werden alle paar Kilometer anhalten und den atemberaubenden Ausblick auf die vom Ozean modellierte Küste geniessen wollen – die berühmten Cliffs of Moher zum Beispiel. Oder die steilen Klippen, Sandstrände und malerischen Buchten der Halbinsel Dingle …

Wild Atlantic Way

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