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Bodrum – Schätze der Vergangenheit

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Von Fischern und Künstlern

Halikarnassos hiess die antike Stadt, auf deren Trümmern das heutige Bodrum errichtet worden ist. Archäologische Funde zeugen von einer 5’000 Jahre alten Geschichte dieses Ortes. In der frühen Neuzeit galt Bodrum als abgelegenes Fischerdorf an der Ägäis, erst in den vergangenen Jahrzehnten gewann die Stadt wieder an Ansehen. Der ins Exil nach Bodrum verbannte Istanbuler Dichter und Maler Cevat Şakir, der sich später selbst den Künstlernamen „Fischer von Halikarnassos“ verlieh, versammelte andere Künstler um sich und machte aus dem Ort eine Bohemien-Kolonie. Trotzdem sind es vor allem die Schätze der Antike, die Bodrum seinen einzigartigen Charakter verleihen.

Aus der Tiefe ans Licht

Die Geschichte von Bodrum spielt nicht nur zu Lande, sondern auch im Museum für Unterwasser-Archäologie im Kastell St. Peter, dem grössten seiner Art in der Türkei. Hier können Sie inmitten von Schiffswrackteilen, antiken Amphoren und lange Zeit verborgenen Schätzen der Vergangenheit in die Bronzezeit und Antike zurückreisen. Oft hat es mehrere Jahre gebraucht, die Schiffe zu bergen und die Artefakte zu sammeln, teilweise gar herauszumeisseln. Umso wertvoller, dass all dies nun hautnah erlebbar ist. Zwar nicht unter Wasser, doch die Luft anhalten wird man vor lauter Staunen wohl trotzdem.

Bodrum Museum (Englisch)

Kultur mit Ausblick

Dass Theater für Bodrum eine bedeutende Rolle gespielt haben, lässt sich rasch erahnen: Selbst ein wenig wie ein Amphitheater geformt liegt die Stadt in den Ausläufern des Taurusgebirges. Das Theater von Halikarnassos ist auch dank seiner Dimensionen beindruckend: Bis zu 13’000 Zuschauer fanden einst hier Platz. Bis 1990 wurde es vom türkischen Ministerium für Kultur und Tourismus renoviert, heute finden hier wieder Veranstaltungen und Konzerte statt, darunter das Bodrum International Ballet Festival. Mit Blick über das Meer kann man dort auf einem der steinern Sitzplätze in die Vergangenheit eintauchen, wenn auch zu moderneren Klängen.

Ein Tempel für den König

Eines der sieben Weltwunder der Antike lässt sich in Bodrum bestaunen, in den Ruinen des Mausoleums von Halikarnassos. Erbaut wurde es zwischen 368 und 350 v. Chr. als Grabstätte für König Mausollos II. – der diesen Grabstätten ihren Namen gab. Ein imposanter, tempelartiger Bau, verkleidet in weissem Marmor. Ein schweres Erdbeben brachte es, vermutlich im 13. Jahrhundert, zum Einsturz. Heute sind noch die Vertiefung der Grabkammer sowie Teile des Kanalisationssystems zu sehen. Einige «Leihgaben» des Baus kann auch im Kastell St. Peter in Bodrum finden – dort wurden die Steine des Mausoleums nach dem Einsturz kurzerhand weiterverbaut.

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