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Hinter dem Strand: Ausflugsziele rund um Agadir

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Nationalpark Souss Massa

Im Südwesten Marokkos, etwa eine Autostunde von Agadir entfernt, liegt der Nationalpark Souss Massa, ein zehn Kilometer breiter Küstenstreifen, der sich zwischen den Mündungen des Oued Souss und des Oued Massa über etwa 30 Kilometer entlang des Atlantiks erstreckt. Der Nationalpark ist vor allem Heimat für Antilopen und Gazellen, die von Besuchern inmitten von Eukalyptus- und Savannenbäumen beobachtet werden können. Auch der Arganbaum, aus dem das kostbare Arganöl gewonnen wird, wächst hier. Tagestouren in den Nationalpark starten in Agadir und beinhalten nicht nur Safaris auf Rädern, sondern oft auch Besuche in Fischerdörfern und Wanderungen über die Dünen bis hin zum Sandstrand von Sidi Rbat.

Nationalpark Souss Massa (Englisch)

Paradise Valley

Weiter im Landesinneren liegt das Paradise Valley – ein kleines Naturparadies, das seinen Namen absolut verdient. Der Ort, eine Oase im Tal des hohen Atlasgebirges, ist in etwa einer Autostunde von Agadir aus zu erreichen. Beginnen Sie mit einer kurzen Wanderung, vorbei an Olivenbäumen und Thymiansträuchern, über schmale Pfade. Bis sich die Pflanzenwelt verändert, plötzlich saftig grün wird und Palmen neben den steilen Felshängen spriessen – dann ist man angekommen im Paradise Valley. Im Sommer sollte man reichlich Zeit für diesen Ausflug einplanen, nicht nur zum Wandern und Staunen, sondern auch zum Klippenspringen und Baden in klaren Felsenbecken.

Tafraoute, das Dorf der Berber

Wer von Agadir aus das Berberdorf Tafraoute besuchen möchte, sollte mit der Sonne aufstehen: Etwa 166 Kilometer entfernt liegt es im Antiatlas-Gebirge, Tagestouren starten meist gegen sieben Uhr früh. Tafraoute ist von teils zersplitterten, teils geschliffenen Granitfelsen umgeben, deren Krone der Jbel Lekst bildet, der mit seinen 2359 Metern die Stadt überragt. An die Felswände schmiegen sich die typischen Berberhäuser, in Rottönen, mit grossen Fenstern und noch grösseren Dachterrassen. Sehenswert sind auch die «Blauen Steine» des belgischen Künstlers Jean Vérame südlich von Tafraoute, in der Nähe des Dorfs Aguerd Oudad. Da die Menschen hier den regionalen Berberdialekt sprechen, ist es sinnvoll, mit einem lokalen Guide unterwegs zu sein, um sich mit Einheimischen verständigen zu können.

Dünen in der Sahara

Wenn Sie marokkanische Landeskunde mit etwas sportlicher Betätigung verbinden wollen, können Sie bei verschiedenen Anbietern in Agadir Touren zum Sandboarden in der Sahara buchen. Die Ausflüge starten meist gegen Mittag, und schon der Weg zu den Sanddünen, vorbei an bekannten Surferstränden und Bananenplantagen, lohnt sich. Je nach Anbieter wird bereits kurz nach Abfahrt ein Stopp eingelegt, um bei einer lokalen Berberfamilie zum Mittagessen einzukehren, serviert wird Tajine, das marokkanische Schmorgericht, und frischer Minztee. Heisse Getränke kühlen den Körper von innen, was nicht schlecht ist, wenn es kurz danach auf einem Brett durch die Wüste geht. Vorher gibt es natürlich einen Crashkurs im Sandboarden.

Ouarzazate und Aït-Ben-Haddou

Ouarzazate und Aït-Ben-Haddou liegen etwa 350 Kilometer nordöstlich von Agadir. Tagestouren starten früh, erstes Ziel ist die Altstadt von Aït-Ben-Haddou, die mit ihren Lehmbauten zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Auch von ausserhalb bietet die auf einem Hang gebaute Stadt einen faszinierenden Anblick. Nächstes Ziel sind die Atlas-Filmstudios am Stadtrand von Ouarzazate. Die Stadt («Ouallywood») gilt als cineastisches Zentrum von Marokko, auch Szenen für den Bond-Film «Der Hauch des Todes» wurden hier 1987 gedreht. Selbst wie eine Filmkulisse wirkt die Kasbah von Taourirt, eine labyrinthartige Festung aus dem 19. Jahrhundert mit bunten Mosaiken und Stuckarbeiten. Und wer wieder herausfindet, der kann dann den Heimweg nach Agadir antreten.

Atlas Film Studios (Englisch)

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