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Den Rhein unter dem Surfbrett, Teneriffa im Herzen

Rund 20 Jahre lang war der Aargauer Christian Wunderlin als Surflehrer in der ganzen Welt unterwegs. Zuletzt hat er fünf Jahre lang auf Teneriffa gelebt und gearbeitet, bevor es ihn wieder zurück in die Schweiz zog. Die Kanareninsel bleibt aber nicht nur eine schöne Erinnerung, sondern ist weiterhin Teil seiner Arbeit: Mit seiner Firma “stonesurf” bietet Christian begleitete Surfreisen in seine ehemalige Inselheimat an.

Eine Surfstation im Aargauer Fricktal? Warum auch nicht?! Inspiriert von jahrelangen Reisen durch die ganze Welt, auf denen er immer wieder als Surflehrer jobbte, eröffnete Christian Wunderlin in Stein AG, direkt an der deutschen Grenze, seine Surfstation “stonesurf”. Sein Meer: der Rhein. Hier bietet er Stand-Up-Paddling-Touren und Windsurf-Kurse an. Und für alle, die das Gelernte dann doch mal auf dem Meer ausprobieren möchten, organisiert Christian Surfreisen nach Teneriffa. Er kennt die Insel wie seine Westentasche, schliesslich hat er bis vor einiger Zeit dort gelebt.

2015 kehrte er mit seiner Frau Maya, der aus Ägypten stammenden Katze und dem auf Teneriffa adoptierten Hund zurück nach Stein, wo Christian aufgewachsen ist. Dass seine Leidenschaft sein Beruf bleiben sollte, war klar. So eröffnete er seine eigene Surfstation. Dabei hat der ehemalige Versicherungsfachmann relativ spät mit dem Surfen angefangen. Er war bereits 25 Jahre alt, als ein Freund ihn mit dem Sport vertraut machte. "Das Virus hat mich sofort gepackt", erzählt er. Von dem Zeitpunkt an war Christian jedes Wochenende mit seinem Surfbrett auf irgendeinem Schweizer See anzutreffen. Und er änderte seine Reisegewohnheiten: Statt Strand- oder Städtetrips zu buchen, suchte er sich gezielt Surfdestinationen aus. "Irgendwann wurde mir klar, dass ich im Büro nicht mehr glücklich bin und eine berufliche Veränderung nötig ist. Ich liess mich erst zum Windsurf-, dann zum Kitesurf- und schliesslich auch zum Stand-Up-Paddling-Lehrer ausbilden. Jetzt konnte die Reise wirklich beginnen.”

Fotos: zvg

Paradies für Wassersportler und Wanderer

Ursprünglich wollten Christian und seine Frau ein Jahr auf Teneriffa bleiben. Es wurden fünf daraus. "Für uns war Teneriffa von Anfang an ideal", sagt der Aargauer. Als Teil der EU-Sonderzone Kanarische Inseln ist Teneriffa zwar Teil der EU, gehört aber steuer- und zolltechnisch nicht zur Gemeinschaftszone. Das hat den Vorteil, dass man relativ unkompliziert zu einer Arbeitsbewilligung kommt und dass das Leben um einiges günstiger ist, als in der EU selbst – allerdings sind auch die Löhne niedriger. "Wir hätten es zum Beispiel auch auf Mauritius länger ausgehalten, aber dort arbeiten zu können, war nicht ganz so einfach. Ausserdem ist es doch recht weit weg von Freunden und Familie in der Schweiz. Von Teneriffa aus konnten wir auch mal für ein paar Tage nach Hause fliegen."

Die Hauptsache aber: Der Nordost-Passat und die Wellen machen die Kanareninsel ganzjährig zum idealen Hotspot für jede Art von Wassersport, vom Wind- übers Kitesurfen bis zum Wellenreiten. Ein weiteres Plus: Christian liebt das Wasser, seine Frau die Natur und die Berge. "Auf Teneriffa gibt es beides, die Insel ist nicht nur ein Paradies für Wassersportler, sondern auch für Wanderer." Auch was Vegetation und Wetter betrifft, gibt es hier alles: Im Norden regnet es öfter mal, dafür ist dieser Teil der Insel schön grün. Der Süden ist sehr warm und trocken und es herrscht fast immer schönes Wetter. Einer der bekanntesten Wanderausflüge führt in die “Barranco del Infierno” (die Höllenschlucht) im Südwesten Teneriffas, eine der spektakulärsten Schluchten der Kanaren.

"Verwunschene" Insel: La Gomera

Christian richtete seinen Lebensmittelpunkt im Süden Teneriffas beim Super-Surfspot El Médano ein. Hier bläst fast täglich ein Wind, der Kite- und Windsurfer glücklich macht. Gut 20 Kilometer entfernt liegen die Touristenzentren Playa de las Américas und Los Cristianos, wo es sozusagen windstill ist. Dafür gibt es hier tolle Spots zum Wellenreiten, auch wenn man diese sonst eher im Norden der Insel findet.

Ein wunderbares Ausflugsziel und mit der Fähre im Nu erreicht: die Vulkaninsel La Gomera, die gut 40 Kilometer vor Teneriffa liegt. Zwischen den beiden Inseln ist das Meer besonders tief, weshalb hier Wale leben. "Man kann hier oft Grindwale beobachten, ein ganz spezielles Erlebnis", so Christian Wunderlin. Auf La Gomera selbst liebt er den Naturpark, der fast schon einen "verwunschenen" Eindruck mache. Auch wenn Christian eher der aktive Typ ist als der Sonnenanbeter, fand man ihn ab und zu mal an einem der Badestrände, zum Beispiel am 1,5 Kilometer langen Sandstrand Playa de las Teresitas bei Santa Cruz de Tenerife. Dass es ihn auch ohne Kinder mal in den bekannten “Siam Park” Wasserpark zog, lag weder an den Rutschbahnen noch am riesigen Wellenbad, sondern diente selbstverständlich rein geschäftlichen Zwecken: der Besichtigung der künstlichen Welle, die man auch mieten kann.

Im Winter geht’s ins Hallenbad – oder zurück nach Teneriffa

Den Lifestyle auf Teneriffa beschreibt Christian als "sehr komfortabel". "Die Infrastruktur ist super, und in El Médano dreht sich mehr oder weniger alles um den Sport, was mir sehr entgegenkam. Es läuft immer etwas." Aber natürlich gibt es auch Rückzugsmöglichkeiten. Christians Tipp für alle, die keine Lust auf die Hotels in den Touristenorten haben: eine Finca etwas ausserhalb mieten. So wie er selbst das getan hat: "Wir wohnten in der Nähe von Adeje mit einem grandiosen Ausblick auf die Südküste. Vor allem nachts war dieser mit den unzähligen Lichtern atemberaubend."

Nach fünf Jahren in diesem Paradies und jahrelangem Unterwegssein kam dann bei Christian und Maya doch der Wunsch auf, nach Hause zurückzukehren. "Hier habe ich auch die Chance, etwas Eigenes aufzubauen, was im Ausland eher schwierig wäre", sagt er. Im Sommer bietet er also nun seine Kurse auf dem Rhein an und im Winter – im Hallenbad! "Dort machen wir zum Beispiel Surf-Fitness auf dem SUP oder SUP-Yoga." Wer auch im Winter lieber draussen auf dem Brett steht, kann bei Christian Wunderlin eine begleitete Surfreise nach Teneriffa buchen. Diese wird ganz individuell zusammengestellt: Von der Backpacker-Unterkunft bis zum Fünfsterne-Hotel ist alles drin, man kann einzeln oder als ganze Gruppe buchen. Wind-, Kitesurf- und Wellenreit-Kurse, SUP-Safaris, Wanderungen und sportliche Aktivitäten aller Art runden das Angebot ab. Auf jeden Fall hat man mit Christian einen Guide, der jede Ecke, jede Strömung und jeden Windstoss auf der Insel kennt. Besser geht’s nicht.

3 Tipps auf Teneriffa

El Médano: Für Wind- und Kitesurfer gibt es keinen besseren Platz. Dank des fast täglichen Windes gleitet man hier das ganze Jahr über mit dem Brett übers Wasser.

El Refugio in La Escalona (geöffnet von Oktober bis Mai): Die Bergfinca wird von einem Schweizer Koch und seiner österreichischen Partnerin betrieben und liegt auf 940 Metern Höhe mit einem grandiosen Ausblick ��ber die Südküste. Das Restaurant mit Pension ist der ideale Ausgangsort für spektakuläre Bergwanderungen. (Barranco del Rey, El Topo 34, La Escalona/Vilaflor, Tenerife, www.el-refugio.com)

Nationalpark El Teide: Ein absolutes Must-See auf Teneriffa! Der grösste Nationalpark der Kanarischen Inseln bietet eine einzigartige Landschaft voller Krater und erkalteter Lavaströme um den 3718 Meter hohen Vulkan Teide. (Provinz Santa Cruz de Tenerife: http://www.mapama.gob.es/es/red-parques-nacionales/nuestros-parques/teide/)

Text: Sandra Casalini

Mehr Informationen zu stonesurf: www.stonesurf.ch