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Englischlernen mit California Lifestyle

San Diego gilt als Mekka für Sprachschulen. Das kommt nicht von ungefähr. Das Klima und die Strände, aber auch der dörfliche Charakter der Stadt locken Sprachschüler aus aller Welt nach Kalifornien, auch unzählige Schweizerinnen und Schweizer.

Ob zum Aufbessern der Note, für die Karriere oder fürs private Glück, ob für wenige Wochen, einige Monate oder gar ein ganzes Jahr: Ein Sprachaufenthalt ist auf jeden Fall ein Gewinn. Schülerinnen und Schüler, die vorher wenig motiviert Vokabeln büffelten, sind oft bereits nach zwei oder drei Wochen in einer Sprachschule im Ausland viel motivierter, nachdem sie internationale Bekanntschaften geschlossen haben – und sich mit diesen tatsächlich in der vorher nicht so geschätzten Sprache austauschen konnten.

Aber auch für die Karriere werden Sprachkenntnisse immer wichtiger. In vielen Stellenprofilen werden gute bis sehr gute Englischkenntnisse gefordert, in Kaderpositionen sind sie fast überall unabdingbar. In vielen Bewerbungen werden Sprachaufenthalte sehr stark gewichtet. Und viele Arbeitgeber zeigen sich sehr grosszügig, wenn es um solche Aufenthalte geht – gerade wenn man mit einem Diplom in der Tasche nach Hause zurückkehrt.

Fotos: zvg/Boa Lingua

Orientierung im Sprachschulen-Dschungel

So auch bei Luca Ruch. Neun Wochen lang drückte der Eidgenössische Fachmann HR bei der Thurgauer Kantonalbank in San Diego die Schulbank – und hängte danach noch unbezahlten Urlaub dran. "Ich hatte eine unglaubliche Zeit, und für meinen CV bringt dieser Aufenthalt sicherlich genauso viel wie jede berufsspezifische Weiterbildung", ist er überzeugt. Seine Wahl fiel nicht zufällig auf San Diego. "Meine Schwester war auch da zum Englischlernen und hat so sehr von der Stadt und der Schule geschwärmt, dass mir fast nichts anderes übrig blieb", meint er lachend.

Wie aber findet man die richtige Sprachschule für sich, wenn man keine Schwester wie Luca hat? Die Auswahl an Destinationen und Schulen ist riesig, in der Sprachschuldatenbank language-learning.net sind beispielsweise 2587 Schulen in 83 Ländern verzeichnet. "Man sollte sich unbedingt einen kompetenten Sprachreise-Spezialisten als Partner aussuchen", erklärt Lukas Krebs von Boa Lingua. "So haben wir über 300 Schulen im Angebot, die wir alle persönlich kennen. Wir helfen gern dabei, den richtigen Kurs auszusuchen. Diese Beratung ist kostenlos." In einem nächsten Schritt sei die Vorbereitung enorm wichtig, sagt Jennifer Hipfl von EF. "Sprachaufenthalte sind keine Ferien. Für die Lernenden ist es oft das erste Mal, dass sie sich nicht nur intensiv mit einer Fremdsprache auseinandersetzen, sondern auch mit einer fremden Kultur. "Sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, kann eine Herausforderung sein und etwas Zeit brauchen." Viele Sprachschulen bieten deshalb vor der Reise spezielle Meetings an, um die Schülerinnen und Schüler auf die ersten paar Tage ihres Aufenthaltes vorzubereiten.

Gastfamilie oder Studentenwohnheim

Sprachreise-Spezialisten bieten grundsätzlich Aufenthalte für Interessierte jeden Alters an. So gibt es spezielle Kurse für junge Teenager von 13 bis 18 Jahren, für junge Erwachsene aber auch für Erwachsene, welche die Sprache auf einem professionellen Level beherrschen möchten. Auch wie man wohnen möchte ist nicht nur eine Frage der persönlichen Vorlieben, sondern auch des Alters. Sehr junge Studentinnen und Studenten fühlen sich meist bei einer Gastfamilie am wohlsten. Das empfiehlt sich auch für solche, die wirklich einen Einblick in die Gepflogenheiten des Gastgeber-Landes erhalten wollen: Ein Einblick in den Alltag der Leute sagt mehr als tausend Imagebroschüren. Zudem ist der Lernerfolg umso grösser, je mehr man die Sprache im Alltag spricht.

Wer ein bisschen älter ist, entscheidet sich häufig für ein Studentenwohnheim. So auch Luca Ruch, der seinen Aufenthalt über Boa Lingua gebucht hat. "Ich wollte mich in meiner Freitzeit selbst organisieren können, ohne Rücksicht auf andere nehmen zu müssen", erklärt er. "Die Studentinnen und Studenten im Wohnheim kommen aus der ganzen Welt, so spricht man auch hier oft Englisch. Ausserdem kommunziert man ja im Alltag, beim Einkaufen, im Ausgang auch in dieser Sprache." Luca schloss sich zusätzlich einem lokalen Fussball-Team an, mit dem er die Gepflogenheiten in San Diego kennenlernte – "nicht nur die sportlichen, sondern auch die kulinarischen", meint er lachend.

Ideale Voraussetzungen für Sprachaufenthalte

Es komme vor, dass man sich ein falsches Bild von dem Ort mache, an dem man sich weiterbilden möchte, so Jennifer Hipfl. "Los Angeles ist zum Beispiel nicht unbedingt das Hollywood, das man aus den Filmen kennt, sondern eine riesige Grossstadt, in der man sich nicht so einfach zurecht findet." Auch gegenüber anderen Destinationen hat San Diego grosse Vorteile. Lukas Krebs von Boa Lingua: "Das Klima ist weniger feucht als in Miami, das Wetter ist viel besser und die Strände sind schöner als in England, und es ist leichter erreichbar als Australien und eignet sich deshalb auch für kürzere Aufenthalte."

Dass die Stadt so beliebt ist für Sprachaufenthalte komme nicht von ungefähr, so Krebs: "San Diego bietet ein bisschen von allem. Ganzjährig gutes Klima, alle Vorzüge einer Grossstadt, traumhafte Strände und gute Englisch-Schulen." Obwohl San Diego eine grosse Stadt sei, finde man sich leicht zurecht. "Die kulturelle Szene ist sehr lebendig und egal, welche Interessen man hat, es gibt für jeden Geschmack die passenden Aktivitäten. Ausserdem ist San Diego ein grossartiger Ausgangspunkt für Reisen innerhalb von Kalifornien, zum Beispiel nach Los Angeles, San Francisco, Las Vegas und zum Grand Canyon." Davon hat auch Luca Ruch profitiert. Er unternahm in seinen dreiwöchigen Ferien nach Abschluss der Sprachschule Trips im Mietauto. Nach seiner Rückkehr mietete er noch ein Motorrad und hängte nochmal zwei Urlaubswochen in und um San Diego an.

Ein bisschen Surfen und viel Baseball

Auch während des eigentlichen Sprachaufenthaltes hat Ruch den California Lifestyle in vollen Zügen genossen. Nach der Schule gings ins Fitness-Center, abends mit Kollegen essen – am liebsten zu Sushi Daily oder in die Cheesecake Factory (hierzulande bekannt aus dem TV-Hit "The Big Bang Theory"). Danach ging es ins Gaslamp Quartier. Sogar ein bisschen surfen habe er gelernt, so Luca. Seine Liebe hat er aber für einen anderen Sport entdeckt: Baseball. So gehörte dann der Petco Park, das Baseball-Stadion der San Diego Padres, rasch zu seinen Lieblingsorten in der Stadt. "Mich hat auch immer wieder erstaunt, wie schnell man hier mit Leuten ins Gespräch kommt. Wenn dein Nebenmann im Stadion merkt, dass du Ausländer bist und keinen Schimmer von dem Spiel hast, erklärt er dir die Regeln. Das finde ich grossartig. Als Schweizer ist man das nicht gewöhnt."

Auch sein San Diego eine sehr sichere Stadt, so Luca Ruch: "Man kann morgens um vier Uhr noch problemlos herumschlendern." Was dann auch am nächsten Morgen in der Schule kein Problem sei. "Hier sind alle locker und freundlich, auch die Lehrer", resümiert der Thurgauer. Ob er bei all dem Spass auch noch etwas gelernt hat? Er lacht. "Ich habe die Prüfungen jedenfalls bestanden und das Diplom in der Tasche." Und eines ist sicher: "Ich möchte unbedingt wieder einmal nach San Diego. Lieber früher als später."

(Text: Sandra Casalini)