Authentisch thailändisch essen auf Phuket | Edelweiss

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Bunt, vielseitig und richtig lecker

Bei thailändischem Essen kommt einem zuerst das Asia-Restaurant um die Ecke in den Sinn? Dann ist es höchste Zeit für Ferien auf Ko Phuket, denn Thailands "Food-Insel" bietet eine unendliche Vielfalt an Geschmäckern, die es zu entdecken lohnt. Zwei Schweizer haben genau das kennen- und lieben gelernt.

Pablo Blattmann lebt seit mehr als zehn Jahren auf Phuket. Der Schweizer mit bolivianischen Wurzeln hat in Frankreich das Kochen gelernt – und die Geschmäcker waren es dann auch, die ihn nach Thailand brachten. Heute ist er stolzer Besitzer des Restaurants "DeDos" in Phuket-Stadt. "Der Name ist eine Anspielung auf meine Wurzeln, denn ‘dedos’ bedeutet auf Spanisch ‘Finger’ und steht für das Fingerspitzengefühl beim Kochen. Auf der anderen Seite kann man es auch als ‘de dos’ interpretieren, also ‘von zweien’, da ich das Restaurant gemeinsam mit meiner Partnerin führe."

Tapas und spanische Spezialitäten sucht man bei Pablo allerdings vergeblich. In der Küche ist er dem treu, was er gelernt hat. "Ich bezeichne meinen Stil als ‘französische Küche mit einem asiatischen Touch’". Eine Vorstellung davon gibt das Menü nach Pablos Empfehlung: Als Vorspeise gibt es Krabbenfleisch mit Wasabi Salat, Saurer Sahne und einer Mango-Salsa, als Hauptgang reicht man im "DeDos" Ente in Tamarindensauce, Süsskartoffelpüree und Pomelo-Salat und als Dessert gibt es ein feines Schokoladenküchlein mit Erdbeersorbet. Fast schon allein ein Grund für eine Phuket-Reise.

Fotos: Daniel Hofmann / Pablo Blattmann

Essen als Kultur

"Aber, ganz ehrlich, man kann hier überall toll essen", berichtet Blattmann. Dass die Thais ein Volk mit einer grossen Food-Kultur sind, merkt man sofort, wenn man einmal unter ihnen ist: Essen dominiert den ganzen Tag. Statt morgens, mittags und abends isst man immer, wenn man hungrig ist, dafür kleine Portionen, und teilt diese liebend gern mit allen. Auf den unzähligen Märkten in der Stadt wird das besonders deutlich. Hier gibt es an jeder Ecke spannende Kreationen zu entdecken, und das so günstig, dass sogar die ärmeren Thais fast ausschliesslich auswärts essen.

Eating out

"Es kommt selten vor, dass jemand zu Hause kocht, selbst in den sehr ländlichen Regionen in Richtung Laos", weiss auch Daniel Hofmann. Der gelernte Koch ist ebenfalls Schweizer und führt in Patong Beach auf Phuket das Hotel "MVC Patong House". "Es geht dabei viel um den sozialen Aspekt, mit anderen zusammenzukommen. Wenn jemand doch mal selbst am Herd steht, dann gibt es einen riesigen Topf Curry, von dem viele gleichzeitig essen können." Das gilt übrigens nicht nur für die Hauptmahlzeit des Tages. Von besagtem Topf wird morgens, mittags und abends gegessen, denn Frühstück, Mittag- und Abendessen wie hierzulande gibt es in Thailand nicht. "Es gibt einige Dinge, die man morgens eher isst als andere. Meeresfrüchte werden nicht auf dem Plan stehen, dafür häufig Dim Sum, die eigentlich aus der chinesischen Küche stammen", weiss Pablo. Im Grossen und Ganzen kann jedes Frühstück auch als Lunch gegessen werden, Reis gibt es zu fast jeder Mahlzeit. Bezeichnend: Die Thais begrüssen sich mit den Worten "Hallo, hast du heute schon Reis gegessen?" statt "Wie geht es dir?".

Phuket als Melting Pot

Der chinesische Einfluss, etwa bei den Dim Sum, ist kein Einzelfall. Phuket gilt als Food-Insel von Thailand und verbindet hunderte verschiedene Einflüsse. Auch viele japanische Gerichte stehen auf der Speisekarte, und mittlerweile – wenn auch immer noch recht spärlich – findet man sogar Milchprodukte in Phuket-Stadt. "Die meisten Thais vertragen keine Laktose. Das liegt einfach daran, dass sie nicht an Milch gewöhnt sind. Ich spüre aber vermehrt, dass sich die junge Bevölkerung dafür interessiert", berichtet Pablo Blattmann. Vieles wird gerade entdeckt und ausprobiert – die in der Schweiz häufige Angst à la "Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht" scheint hier kein Thema zu sein. Nicht umsonst wurde Phuket im Dezember 2015 vom UNESCO Creative City Listing als "City of Gastronomy" ausgezeichnet. Und so funktionieren die innovativen Gerichte im "DeDos" wunderbar. Und auch Daniel Hofmann kommt mit seiner internationalen Küche im "MVC Patong House" gut an.

Küche mit Tradition

Trotz der Lust auf Neues werden auch traditionsreiche Gerichte geschätzt und gern gegessen. Als inoffizielles Nationalgericht bezeichnet Pablo "Som Tam", den grünen Papayasalat, der auch in den Schweizer Thai-Restaurants oft auf der Karte zu finden ist. Wer dabei an den süssen Geschmack der Frucht denkt, irrt: Zubereitet werden die unreifen (und daher grünen) Papayas, die optisch wie geschmacklich eher an Gurken erinnern. "Ausserdem steht die Suppe ‘Tom Yam’ ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala, das ist eine süss-scharfe Suppe mit Crevetten."

Auf Märkten schlemmen

Wer in seinen Phuket-Ferien geschmacklich viel erleben will, dem empfiehlt Pablo die Night-Markets am Sonntagabend. "Es gibt kleine frittierte Sandkrabben, die sind wie Popcorn! Auch die riesigen gebackenen Crevetten sind toll. Und man sollte unbedingt die vielen Eistees probieren!" Das liebste Getränk der Thais gibt es in unzähligen Varianten, von schwarzem oder Zitronen-Tee bis hin zum typischen Thai-Tee mit Kondensmilch. Daniel kommen dagegen "Pad Thai" (gebratene Reisbandnudeln), "Khao Pad" (gebratener Reis) und die verschiedenen "Keangs" (Currys), etwa mit Kümmel, Sternanis oder Erdnüssen, in den Sinn, wenn es um die Leibgerichte der Nation geht.

Nur keine falsche Scheu!

Übrigens: Die Angst, sich in Thailand schnell mal eine Lebensmittelvergiftung einzufangen, ist einer der häufigsten Irrglauben der Touristen. "Gerade in den Garküchen auf den Märkten wird alles super frisch zubereitet", sagt Pablo. "Einfach eintauchen und geniessen." Nur zu mutig sollte man nicht sein. "Auch wer gern scharf isst – hier herrscht eine ganz andere Unterteilung. Lieber erst mal mild anfangen", empfiehlt Daniel.

Zwei No-Gos als Schutz

Zwei Dinge gibt es dann aber doch, auf die man als Urlauber mit europäischem Magen achten sollte. Punkt eins ist das Leitungswasser. Anders als in der Schweiz ist Leitungswasser in den meisten Ländern nicht gleich Trinkwasser, auch wenn Einheimische es vertragen. Vor allem wenn es um Eiswürfel geht, ist also Vorsicht geboten. Punkt zwei ist schon eine Nummer exotischer: Fermentierte Speisen, etwa Fisch, gelten in Thailand als Delikatesse. Dazu wird frischer Fisch einige Stunden der prallen Sonne ausgesetzt, damit er zu gären beginnt. Was für unsere Ohren schon nicht sonderlich appetitlich klingt, verträgt auch unser Magen meist nicht gut. Von seinen Hotelgästen weiss Daniel: "Wer von derartigen Delikatessen die Finger lässt, kommt am Ende des Tages auch wieder zurück ins Hotel und nicht ins Spital."

Phuket Food Tipps

All die Garküchen, Streetfood-Stände und kleinen Restaurants überfordern schnell. Auch von der Optik kann man hier nicht unbedingt auf die Qualität schliessen. Daher geben Daniel Hofmann und Pablo Blattmann ihre ganz persönlichen Lieblinge preis:

Herzensangelegenheit - "DeDos": "Wir haben es mit unserem Restaurant in den ‘Thailand Tatler Best Restaurants’ Guide geschafft, in dem insgesamt nur fünf unabhängige Restaurants in Phuket auftauchen. Das ist natürlich eine Ehre, aber auch hart verdient. Wir kochen mit Leidenschaft und neuen Ideen und verbinden französische Küche mit den hiesigen Einflüssen" (Bandon-Cherngtalay Rd, Thalang, Cherngtalay, Chang Wat Phuket 83110, Thailand)

Heimisch - "MVC Patong House": "Bei uns im Patong House kochen wir international, aber mit einem Schweizer Touch. Das merkt man an den Qualitätsstandards, die wir haben, den frischen Produkten, abgestimmten Beilagen und authentischen Saucen und daran, dass ich ab und zu versuche ein Stückchen Heimat – etwa mit Schweizer Kaffee und Eiscreme – hier nach Thailand zu holen." (94/10 Sai Namyen Road, Patong Beach, Phuket 83150, Thailand)

Erlebnis - Noodle-Soups auf dem Naka-Market: "Die sind ein totales Must, weil sie so vielfältig sind. Nudelsuppen gibt es mit klarer Brühe, säuerlich scharf oder auch mit Blut gebunden! Das klingt erst einmal abschreckend, schmeckt aber sehr interessant und ganz anders, als das, was wir gewohnt sind." (Chao Fa West Road, Phuket, Phuket 83000, Thailand)

Modern - "Suay Restaurant": "Im Suay bekommt man thailändisches Essen mit einem modernen Twist. Der Chefkoch hat schon viel im Ausland gearbeitet und bringt diese Erfahrungen in seine Küche ein." (Talat Nuea, Amphoe Mueang Phuket, Phuket 83000, Thailand)

Traditionell - "Tunk Ka Cafe": "Das Tunk Ka Cafe ist traditionell und authentisch. Hier gehen viele Einheimische essen, und das sieht man auch: Plastik-Gartenstühle und Tische sollen nicht stylish sein, sondern praktisch. Für die Aufmachung entschädigt das Essen aber auf jeden Fall, ausserdem liegt das Cafe auf einem Hügel und lockt mit traumhafter Aussicht." (Khosimbi Road , Ratsada , 83000 Mueang Phuket, Phuket, Thailand)

Abenteuer - Gipsy Fischmarkt Rawai: "Der Fischmarkt liegt auf einer Insel im Süden von Phuket, auf Rawai. Hier gibt es auf der einen Seite Stände, die alles aus dem Meer verkaufen, frisch gefangen. Auf der anderen Seite sind Restaurants, zu denen man seinen gerade erstandenen Fisch bringt. Diese bereiten ihn dann zu. Frischer geht es nicht und es ist unheimlich lecker!" (94/19 Phrom Thep Cape Rawai, Mueang Phuket District, Phuket 83100, Thailand)

Text: Malin Mueller