Insider-Tipps eines Mykonos-Spezialisten | Edelweiss

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“Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gesehen”

Mykonos ist die grosse Liebe der beiden Aargauer Stelios und Seigi Sterkoudis. Aus dieser Passion entstand mit den Mykonos-Partys eine der erfolgreichsten Zürcher Partyreihen. Um Trittbrettfahrer zu vermeiden, ist der Name sogar geschützt. “Mister Mykonos” Stelios Sterkoudis verbringt immer noch jeden Sommer auf seiner Lieblingsinsel. Hier verrät er seine Lieblingsorte und erzählt, was Mykonos so magisch macht.

Er bezeichnet sich selbst als “Ur-Mykoniot”: Seit 1981 reist Stelios Sterkoudis jedes Jahr nach Mykonos. “Die Vibes und die Stimmung dort haben dafür gesorgt, dass ich mich sofort in die Insel verliebt habe”, sagt Stelios, der als Sohn griechischer Einwanderer im Aargau aufwuchs. Als Kind verbrachte er die Sommerferien regelmässig bei der Verwandtschaft im Norden Griechenlands. Durch Freunde kam Stelios erstmals nach Mykonos. “Das pure Leben, einfach unvergleichlich. Hier findet jeder, was er sucht”, beschreibt er die kleine Insel.

Fotos: zvg

Mick Jagger auf einem Balkon und ein Bräutigam auf einem Esel

Er habe auf Mykonos schon Unglaubliches erlebt, erzählt Stelios Sterkoudis. “Die Rolling Stones Keith Richards und Mick Jagger, die auf einem Balkon standen und sangen. Die Designer Jean-Paul Gaultier und Gianni Versace, die riesige Partys feierten. Der ehemalige spanische König Juan Carlos, der entspannt seine Ferien genoss. Das sind nur einige wenige Beispiele.” Mykonos habe einen ganz eigenen Lifestyle, man könne gar nicht overdressed sein, so der Fashion-Profi, der in der Schweiz diverse Mode-Labels vertreibt. “Auf Mykonos hat man alles, nur keinen Stress – ausser, man macht ihn sich selbst.” Die Insel ist klein, das Dorf Mykonos ist autofrei, aber die Gassen sind eng, da kann es in der Hochsaison schon mal zu Gedränge kommen. “Dann ist es am schönsten, abends auf der Treppe eines Lokals zu sitzen, etwas zu trinken und den Leuten zuzuschauen”, sagt Sterkoudis. Und er schwärmt weiter: “Ich bin viel in der Welt unterwegs, aber etwas Vergleichbares habe ich noch nie gesehen. Jede Taverne hat hier ihren eigenen Charme, die Strände sind sauber, das Wasser ist kristallklar und das Personal überall sehr freundlich. Einzig die Planung bleibt manchmal etwas auf der Strecke, aber man muss in den Ferien ja auch nicht alles minutiös durchplanen.”

Natürlich kennt Stelios Sterkoudis die besten Locations zum Feiern. Den Beachclub Scorpios bezeichnet er als besten Hotspot im ganzen Mittelmeer. Er liegt auf einem Hochplateau auf einem Felsen am Meer und ist absolut naturbelassen. “Kein Neonlicht, keine Spots, kein Laser. Alles ist aus Stein gebaut. Das macht den Club gemütlich, aber trotzdem stylish.” Genau so sollen auch die berühmten Mykonos-Partys sein, die er gemeinsam mit seinem Bruder Seigi im Zürcher Club Kaufleuten veranstaltet. Die Tickets gehen jedes Jahr weg wie warme Weggli, der Dresscode – ganz in Weiss – ist Kult. Dabei ist die Partyreihe durch Zufall entstanden. 2002 gaben sich Stelios und seine Frau Natascha auf Mykonos das Jawort und liessen ihre Tochter Stella taufen. 150 Gäste aus der Schweiz wohnten der Zeremonie bei, zu der Natascha in einem Fischerboot einfuhr, ihr Mann begrüsste sie auf dem Rücken eines Esels sitzend. Zurück in der Schweiz wollten sich die Frischvermählten bei den Freunden bedanken, und machte aus der Vorführung des Hochzeitsfilms einen Event im “Kaufleuten”. Die Dresscode-Idee stammt von Seigi Sterkoudis. “Er fand, ein einheitlicher Dresscode wäre witzig, um unsere Gäste von den anderen zu unterscheiden, wenn der Club nach der Privatparty für alle offensteht. Wir entschieden uns für Weiss, weil das für uns Zufriedenheit symbolisiert”, erklärt Stelios.

Sehen und gesehen werden oder lieber Ruhe? Beides geht.

Weilt er in seinem liebsten Feriendomizil, steigt Stelios Sterkoudis immer im gleichen Hotel ab: Im Bill&Coo gehören Stelios, seine Familie und Freunde zu Kunden der ersten Stunde. “Es ist nicht günstig, dafür wahnsinnig schön und gemütlich”, sagt Stelios. Fürs kleinere Budget empfiehlt er das Mykonos View Hotel: “Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist super und die Lage ist toll.” Zu den Lieblingsrestaurants des “Ur-Mykonioten” gehört das “Sea Satin”. Es liegt auf einer Halbinsel direkt am Meer und direkt bei den berühmten Windmühlen von Mykonos, wo für den ersten Teil des Kino-Klassikers “The Bourne Identity” gedreht wurde. “Die Atmosphäre ist grossartig. Es kommt nicht selten vor, dass nach dem Essen auf den Tischen getanzt wird”, erzählt Stelios. Sehr gut isst man im “Koursaros” und bei “Katrine’s”. Lezteres ist ein Klassiker, in dem Restaurant speist man seit 30 Jahren gut. Ein Geheimtipp ist das “Magiriko”. In dem kleinen Lokal in einem winzigen Gässchen gibt es gerade mal sieben Tische drinnen und drei draussen - online findet man es nicht. Wer keinen Platz findet, setzt sich auf die Treppe und wartet, bis etwas frei wird. Das Essen ist ausschliesslich hausgemacht und das Gemüse kommt aus dem eigenen Garten. Die schönste Aussicht auf die Bucht hat man im “Remezzo”.

Die Tage verbringt man auf Mykonos natürlich vorwiegend am Strand. Wer gern “sieht und gesehen wird”, für den gibt es nur einen: Psarou Beach, den “Promi-Strand”. “Witzig, wenn Hollywoodstars wie Russell Crowe oder Gerard Butler neben dir auf ihrer Liege sünnelen, aber auf Mykonos gibt es noch viel mehr zu entdecken”, so Stelios Sterkoudis. Einer seiner Lieblingsstrände ist der Kalo Livadi Beach. Man kann dort meterweit ins seichte Wasser hinaus laufen, und sich danach im Restaurant Solymar ein feines Stück Fleisch auf dem heissen Stein zubereiten. Wer es ruhiger mag, geht an den Strand von Agia Anna. Das Wasser ist da kristallklar und es gibt ein Restaurant in einer Höhle.

No Stress!

Mykonos sei zwar nicht der Ort, der gemeinhin für Familienferien empfohlen werde, aber die Insel mache durchaus auch mit Kindern Spass, findet Stelios Sterkoudis. Er muss es wissen, schliesslich ist seine Tochter fast schon auf Mykonos aufgewachsen. “Man lebt in den Tag hinein, macht keine Pläne, was gibt es Besseres, um das Zusammensein mit der Familie zu geniessen?” Wer genug hat vom In-den-Tag-Hineinleben geht eine Runde Kiten oder Surfen. Das reicht dann aber auch. Schliesslich ist Mykonos das Synonym für “Kein Stress”. Und das soll auch so bleiben.

3 Tipps von Stelios Sterkoudis

Club Scorpios: Laut Stelios der beste Club im Mittelmeer an unvergleichlicher Lage. Paraga, Mykonos 846 00, Griechenland (http://www.scorpiosmykonos.com)

Hotel Bill&Coo: Sterkoudis Stammhotel. Wunderschön und sehr gemütlich. (Megali Ammos, Mykonos, 846 00, Griechenland, www.bill-coo-hotel.com)

Restaurant Sea Satin: Eine charmante Taverne, in der öfter mal auf den Tischen getanzt wird. Sie liegt direkt bei den berühmten Windmühlen von Mykonos. (Little Venice, Mykonos, Griechenland)

Text: Sandra Casalini