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Teil 2: Ein bisschen Glitzer und ganz viel pure Natur

Tag 3: Vom östlichen Grand Canyon Parkeingang nach Page via Horseshoe Bend (2 Std. 30 Min.)

Der Desert View Drive liefert den klaren Beweis dafür, dass der Weg das Ziel ist. Dieser 40 km lange Strassenabschnitt führt zum östlichen Parkeingang an sechs unvergesslichen Aussichtspunkten vorbei, die es uns zunehmend schwerer machen, den majestätischen Grand Canyon zu verlassen. Als wir auf den langsam, aber stetig fliessenden Colorado River hinabblicken, wird uns indes bewusst, dass unsere Zeit begrenzt ist. Nicht nur wegen dieser Sache mit dem sprichwörtlichen Löffel. Sondern auch, weil wir heute noch zum Horseshoe Bend in Page wollen, um den dortigen Sonnenuntergang zu erleben.

Die Fahrt von Cameron auf dem U.S. Highway 89 in Richtung Norden fühlt sich an wie eine Reise durch die wilde und bewegte Geschichte unseres Planeten.

Ohne dem kleinen Durchfahrtsort Page in Arizona zu nahetreten zu wollen: Aber hier ein anständiges Hotel zu finden, ist nicht eben leicht. Wir entscheiden uns für das neu eröffnete «schnickschnacklose» Sleep Inn & Suites. Dieses Hotel ist nur wenige Minuten von einem fantastischen Aussichtspunkt über den Colorado River entfernt – es steht dort, wo der Fluss den Glen Canyon Staudamm verlässt.

Fotos: NewlySwissed

Tag 4: Antelope Canyon und Fahrt zum Zion National Park (1 Std. 46 Min.)

Mit den nahegelegenen Upper Antelope und Lower Antelope Canyons hat Page zwei viel fotografierte Attraktionen. Diese schmalen Schluchten aus orangefarbenem Sandstein wurden über die Jahrtausende durch Wind und Wasser geschaffen. Unsere lange im Voraus gebuchte Führung mit Ken’s Tours gibt uns die Gelegenheit, in die faszinierende Welt des Lower Antelope Canyons einzutauchen.

Verglichen mit dem deutlich mehr besuchten Upper Antelope Canyon ist der Lower Antelope Canyon enger und entsprechend exklusiver. Da wir erleben möchten, wie die Sonne die Wände des Canyons in Violetttönen erstrahlen lässt, entscheiden wir uns für eine Führung nach 12.30 Uhr. Unser Tipp: Wanderkleidung anziehen, eine Flasche Wasser mitnehmen und unmittelbar vor Beginn der Führung auf die Toilette gehen! Denn hat die Begehung einmal begonnen, gibt es keine Möglichkeit, den Canyon vor Ende der 75-minütigen Tour zu verlassen.

Hunderte von Fotoaufnahmen später ist es Zeit, unsere Reise fortzusetzen. Auf der U.S. 89 N Highway erspähen wir den glitzernden Lake Powell, einen mit tiefblauem Wasser gefüllten Stausee, der ursprünglich ein Canyon war. Unser Nationalpark-Jahrespass ist der Schlüssel zu einer kurzen, pittoresken Fahrt durch die Glen Canyon National Recreation Area.

Wir erreichen den Zion National Park durch dessen Osteingang. Während der Fahrt auf der kurvigen Strasse können wir nicht anders, als bei jedem Aussichtspunkt anzuhalten. Kurze Verkehrsstaus an den steilen Serpentinen nehmen wir dabei gerne in Kauf. Schliesslich entstehen dadurch noch mehr Gelegenheiten für Fotoaufnahmen und für Momente des Staunens über dieses atemberaubende geologische Wunder.

Cliffrose Lodge & Gardens, ein familiengeführtes Resort am Südeingang des Parks, macht seinem Namen alle Ehre. Von unserer Terrasse blicken wir auf einen sorgfältig gestalteten Garten, der sich grosser Beliebtheit bei Kolibris erfreut. Noch bevor die Sonne untergeht, machen wir uns auf zum nahe gelegenen Watchman Trail. Hier geniessen wir die Aussicht auf das Zion Tal aus der Vogelperspektive.

Tag 5: Zion - ein Paradies für Wanderer

Heute ist ein besonderer Tag. Es geht nämlich darum, einen ganz speziellen Punkt von der «Löffelliste» abzuhaken, der dort schon lange steht: Angel’s Landing. Wir sind schon früh auf den Beinen, da wir den höchsten (auf 450 Meter gelegenen) Punkt vor 10 Uhr erreichen wollen. Um diese Zeit liegt der steile Schlangenweg noch im Schatten. Der kostenfreie Shuttleservice des Parks bringt uns zur Haltestelle The Grotto. Dort startet unsere Wanderung. Etwas irritiert stellen wir fest, dass der Weg bis zum Scout Lookout asphaltiert ist. Danach geht’s aber auf einem äusserst schmalen Felsrücken weiter, was viele Wanderer verunsichert und trotz Adrenalinschub langsamer werden lässt. In einer solchen Situation ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und geduldig zu bleiben. Wir schaffen es schliesslich bis ganz nach oben. Und haken einen weiteren Punkt auf der Liste ab!

Trotz Gegenverkehr von aufsteigenden Fussgängern – und wohl von einem Schutzengel behütet – kommen wir sicher und unbeschadet von diesem Felsen wieder runter. Wir gehen sogar weiter bis zum Grotto Trail und folgen dem schlängelnden Virgin River bis nach Court of the Patriarchs. Der Kayenta Trail und der Emerald Pools Trail wären eine schöne Rundweg-Alternative zurück zum The Grotto gewesen. Zwei Tage sind schlicht zu kurz für diesen wahren Schatz eines Tals. Den East Rim Trail und den Kolob Arch können wir leider nicht von der berüchtigten Liste streichen. Somit steht fest: Wir müssen wiederkommen!

Text: NewlySwissed