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Camping-Abenteuer in Kroatien

Freiheit, Flexibilität und vor allem Entspannung pur: Barbara und Romeo Müller Trachsler aus Zürich setzen mit ihren Kindern schon seit einigen Jahren voll auf die Karte Camping-Glück. Heute verraten sie uns ihre besten Tipps und Lieblingsplätze in Kroatien. Auf ins Abenteuer!

Die Müller Trachslers sind erfahrene Camper. Bereits seit einigen Jahren zieht es die junge Familie in den Sommerferien raus aus dem hektischen Stadt-Alltag und rein in die Natur. Nach einigen Urlauben an den schönsten Stränden Italiens wollten Barbara Müller Trachsler, ihr Ehemann Romeo und die Kinder Joya (10) und Keanu (6) aber einmal etwas Neues erleben und machte sich (buchstäblich!) auf zu neuen Ufern. Sie hatten schon mehrfach gehört, wie schön und vergleichsmässig unentdeckt Kroatien sei. Ihre erste Destination dort war Pula im Süden Istriens, mit spektakulären Ausblicken auf die Bucht von Medulin.

Wildromantisch: Campen in Pula

Als echte Camping-Profis haben die Müller Trachslers bereits sechs Monate vor ihrer Reise ihren Platz mit Meerblick auf der “Camping Arena Medulin” (ca. 15 Minuten vom Flughafen Pula entfernt) reserviert, und sie waren bei ihrer Ankunft sofort begeistert von der wunderschönen Aussicht, den langen Sandstränden und der idealen Campingplatz-Infrastruktur auf den beiden Halbinseln, auf denen sich die Anlage verteilt.

"Wir mussten unsere Meinung, dass Camping in Italien nicht übertroffen werden kann, ganz schön revidieren", meint Barbara dazu. Jeden Morgen aufzuwachen mit direktem Meerblick sei wirklich einzigartig gewesen – auch wenn zwischenzeitlich der Meereswind Bora ziemlich intensiv blasen konnte, sodass Sonnenschirme und auch Zeltwände gut befestigt werden mussten.

Action rund um den Campingplatz

Schnorcheln, tauchen oder surfen: Hier gibt’s für die ganze Familie richtig viel zu erleben – besonders die ungezwungene, wildromantische Atmosphäre des Ortes beeindruckt. Auf fast allen Campingplätzen kann man sich zudem Velos mieten und die Umgebung besonders flexibel erkunden. Die vielen Restaurants, Bars und Spielplätze in und um Medulin bieten auch direkt vor Ort jede Menge – die würzigen Cevapcici etwa waren so gut, dass sie fast täglich auf dem Snack-Programm standen.

"In Pula und Umgebung ist die Stimmung sehr mediterran, schon fast ein bisschen italienisch", sagt Barbara, während sie in ihrem kleinen Camping-Album blättert, in dem sie Bilder, Erlebnisse und Ausflüge liebevoll festhält. Ihr Geheimtipp? Ein Tagesausflug nach Poreč, einem wunderschönen Fischerdorf etwa 60 Kilometer von Pula entfernt. Aber auch Pula selbst sei mehr als einen Besuch wert, mit dem historischen Amphitheater und den vielen Open-Air-Konzerten. Für Kids, die gerne mal in den Pool springen, gibt es in der Umgebung gleich mehrere Wasserparks, die diesbezüglich viel Action bieten.

"Das waren richtige Traumferien", meint die Mutter dazu. Doch es gibt in Kroatien noch mehr zu entdecken für die Müller Trachslers: Rund sechs Stunden dauert die wunderschöne Fahrt mit dem Mietwagen entlang der kroatischen Küste bis nach Split, dem zweiten Ferientipp unserer Camper.

Liebevoll und gepflegt: Campen in Split

Mit rund 180’000 Einwohnern ist Split die zweitgrösste Stadt Kroatiens und auch für Camping-Begeisterte ein echter Anziehungspunkt. Der Campingplatz “Stobreč” liegt in einem Vorort direkt vor der Hafenstadt und ist in rund 30 Minuten vom Flughafen zu erreichen. "Split empfand ich als noch etwas farbiger, etwas ‘echter’ als Pula. Hier hatten wir das Gefühl, dass wir wirklich in Kroatien angekommen waren", meint Barbara. Der Viersterne-Campingplatz “Stobreč” hat die Familie mit einer sehr gepflegten und liebevoll angelegten Anlage begeistert, die viel Liebe zum Detail aufweist: Blumenbeete, Palmen und viele Bäume, die an besonders heissen Tagen angenehmen Schatten spenden.

Der kleine Ort Stobrec selbst lockt mit vielen hübschen kleinen Restaurants – darunter die “Pizzeria Orbis”, die sehr fein sei, doch auch das Restaurant des Campingplatzes selbst sei so gut und die Aussicht aufs Meer von dort aus derart schön, dass die Müller Trachslers oft einfach gemütlich sitzen geblieben sind. Für Keanu und Joya war der Fünf-Meter-Sprungturm des Campingplatzes das absolute Highlight. Die Zehnjährige zog regelmässig frech an cool wartenden Jugendlichen vorbei, um ins türkisblaue Wasser zu springen (und erntete dafür beeindruckten Applaus).

Unbedingt empfehlenswert ist ein Ausflug nach Split selbst: Mit dem Ortsbus ist die Stadt in weniger als 15 Minuten zu erreichen. Hier haben die Müller Trachslers den historischen Stadtkern zu Fuss entdeckt, den 60 Meter hohen Glockenturm bestiegen, um die grossartige Aussicht über den Hafen zu geniessen, und natürlich auch unzählige Glacés gegessen, die in Kroatien übrigens keinesfalls als Dessert gelten, sondern als unverzichtbarer Snack für zwischendurch. Da der Hafen von Split als Ausgangspunkt für viele Bootsausflüge zu den nahe gelegenen Inseln dient, sollte eine solche Bootsfahrt auch unbedingt eingeplant werden. Barbara gibt noch einen Tipp: "Auch bei erfrischendem Fahrtwind kann man sich einen Sonnenbrand holen. Sonnencreme also nicht vergessen!"

Für die Müller Trachslers ist der Campingplatz “Stobreč” in Split ein klares Highlight auch für Kinder, die dort herzlich gerne gesehen werden und richtig viel unternehmen können, während Mama und Papa ausspannen oder selbst auf dem Surfbrett stehen.

Barbara Müller Trachslers Camping-Tipps für Kroatien

Badeschuhe sind ein Muss: In ganz Kroatien gibt es Seeigel, deren Stacheln ganz schön schmerzen!

Mit Deutsch kommt man sowohl in Pula, als auch in Split gut klar. Trotzdem mögen es die Einheimischen, wenn man sie mit "Dobar dan!" begrüsst und statt Bitte und Danke "molim" und "hvala" sagt.

Eine Rolle dünne Nylonschnur ist am Strand Ihr bester Freund: Damit kann man den Sonnenschirm mit einigen grossen Steinen zusätzlich anbinden und daraus ein Beduinenzelt machen.

Denn: Es kann ganz schön windig werden! Dementsprechend lohnt sich die Anschaffung von aufblasbarem Badespielzeug nicht wirklich, denn es kann leicht davongetragen werden.

Essen und Trinken ist hier nicht nur günstig, sondern auch wirklich gut und kann problemlos vor Ort gekauft werden, auch auf dem Campingplatz. Von zu Hause sollte man jedoch die eigene Sonnencreme mitnehmen, um unangenehme Überraschungen oder Allergien durch lokale Produkte zu vermeiden.

In Kroatien gibt es auch viele FKK-Campingplätze, was bei der Buchung beachtet werden sollte.

Kleidershopping macht hier Spass: Der Ausverkauf beginnt schon früh in der Saison, und es lassen sich tolle Schnäppchen machen, die man auch zu Hause gut brauchen kann.

Unbedingt das kroatische Bier probieren (z.B. Karlovacko), sowie die lokalen Weine und Prosek, der entgegen seinem Namen ein Süss- und kein Schaumwein ist, aber sehr lecker!

Text: Steffi Hidber