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Go-Kart, Ouzo und die Griechen

Nur am Strand liegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, ist nichts für die ehemalige Rennfahrerin Christina Surer. Eine Sportwoche auf Kreta mit jeder Menge Aktivitäten und Abenteuern war deshalb genau das Richtige für sie. Der Baslerin hat es aber auch die angenehme Ursprünglichkeit angetan, für die sie immer wieder gern auf die griechische Insel reisen würde.

«Was mich an Kreta besonders fasziniert hat, war, mit den Griechen zu feiern – die wissen echt, wie es geht», erzählt Christina Surer lachend, wenn sie von ihrer Reise nach Chania berichtet. Dass die Feierwütigkeit des Volkes in der Heimat der Anis-Spirituose Ouzo hervorsticht, ist nichts Neues. Dass man diese allerdings echt miterlebt, kommt nur vor, wenn man weiss, wohin man dafür gehen muss. Aber die ehemalige Autorennfahrerin hat während ihres Chania-Aufenthaltes beileibe nicht nur Sirtaki getanzt. Während einer Sportwoche, die als Wettbewerb für die Leserinnen und Leser eines Magazins ausgeschrieben war, hat sie Chania kennen und lieben gelernt. Gemeinsam mit anderen prominenten Schweizerinnen und Schweizern wie den ehemaligen Skifahrerinnen Karin Roten und Brigitte Oertli oder Ex-Radprofi Armin Meier machte sie Kreta «unsicher» und probierte jede Menge Sportarten aus. «Wir sind eine richtige kleine Gemeinschaft geworden; mit einigen der Leute habe ich bis heute Kontakt», erzählt Christina Surer.

Fotos: zvG/Region of Crete - www.incrediblecrete.gr

Feiern mit den Einheimischen

Und eben – man war mitunter ganz nah dran an den Griechen. «Wir hatten das Glück, auch mal in Tavernen einzukehren, die eigentlich nur die Einheimischen kennen. Dort isst man ja bekanntlich am besten», sagt Christina Surer. «Ich bin ein grosser Fan von griechischem Essen. Die vielen kleinen Speisen, die alle am Tisch miteinander teilen, schmecken nicht nur köstlich, sondern machen auch das Dinner zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis. Da kam es einige Male vor, dass später am Abend auf den Bänken und Tischen getanzt wurde!» Die “To Mikio Taverna” ist eine der Lieblingstavernen der Ex-Rennfahrerin, die heute unter anderem als Model und Moderatorin arbeitet. «Hier stimmen Speisen, Preis und Stimmung! Und ich habe den ultimativen Trick gelernt, wie man mit den Griechen schnellstens ins Gespräch kommt: Einfach auffordernd ‹Ouzo?› fragen – schon hat man einen neuen Freund!»

Weit weg von Cluburlaub

Während ihrer Zeit in Kreta residierte die Gruppe im Kiani Beach Resort. «Doch mit dem langweiligen Cluburlaub, den man sich üblicherweise vorstellt, hatte unser Aufenthalt nichts zu tun», erinnert sich Christina. «Wir waren viel unterwegs, und jeder von uns hat etwas zur Reise beigetragen.» Da der ganze Ausflug unter einem sportlichen Motto stand, ging es mit Christina als Leitung – klar – auf die Rennstrecke mit dem Go-Kart. «Es war grossartig, meine Begeisterung mit den anderen zu teilen und zu sehen, wieviel Spass die Truppe hatte! Wir waren auf der Rennstrecke ‹Mega Drive GoKart› in Chania. Das hat mich total an die Anfänge meiner Rennkarriere erinnert. Denn auf der Rennbahn beginnen die meisten Rennkarrieren.» Ein weiteres Plus am Resort-Aufenthalt weiss die Mutter von zwei Kids besonders zu schätzen: «Ich kann mir gut vorstellen, nochmal mit meinen Kindern dorthin zu reisen. Im Resort gibt es nämlich Kinderbetreuung und -Animation, das kann für Eltern sehr viel Wert sein. Wir waren schon mehrfach mit einem Kindermädchen im Urlaub, damit wir auch mal wieder ausschlafen oder ein Dinner zu zweit geniessen können. Aber wenn man das mit einem Kinderclub umgehen kann – umso besser!» Auch den zugehörigen Hotelstrand, so Christina, könne sie für Familienferien wärmstens empfehlen. «Flaches Wasser und Aufsichtspersonen geben ein sicheres Gefühl, auch wenn man seine Kleinen natürlich immer noch mit Adleraugen im Blick hat.»

Beeindruckende Natur mitten auf der Insel

Neben den sportlichen Ausflügen, die von Schwimmen, Reiten, Landhockey und Beachvolleyball bis eben hin zu Go-Kart fahren reichten, konnte die Truppe auch etwas von der Insel sehen. «Die Landschaft ist wirklich beeindruckend. Ich denke, am meisten überrascht hat mich, dass es auf der Insel richtige Schluchten und Höhlen gibt, die man bei geführten Touren entdecken kann. Das hätte ich so nie vermutet», erinnert sich die schöne Baslerin. Die Samaria-Schlucht beispielsweise gehört mit ihren 13 Kilometern zu den längsten Schluchten Europas. Das Gebiet mit seinen steilen Felsen, Pinien und Zypressen ist gleichzeitig ein Nationalpark und beherbergt neben der einzigartigen Flora auch über 200 Vogelarten und die kretische Agrimi-Ziege, die sonst nirgends mehr vorkommt. Laut Mythen und Sagen haben sich hier auch einige Waldfeen in der Nähe eines Wasserfalls niedergelassen. Die Durchquerung der Schlucht ist daher für viele Kreta-Besucher ein Must-Do. Aber Achtung, nur von Mai bis Ende Oktober ist die Schlucht für Touristen offen. Praktisch dafür: Da Edelweiss direkt in Chania landet, ist es zur Samaria-Schlucht nur noch ein Katzensprung.

Von Klostern, Märkten und der schönen Ursprünglichkeit

«Auch das ‹Sacred Monastery of Arkadi› ist mir im Gedächtnis geblieben», so Christina Surer. «Nicht, dass ich schon alle gesehen hätte, aber es ist sicher eines der schönsten Klöster auf Kreta.» Die Anlage, die vom 14. Jahrhundert bis 1866 als Kloster genutzt wurde, gilt als wichtigstes Nationaldenkmal der Insel und ist daher bis heute stets top gepflegt. «Und dann natürlich das alltägliche, entspannte Lebensgefühl der Kreten», denkt der Ex-Rennprofi zurück. «Über die Märkte schlendern, Produkte probieren, einfach das Leben spüren. Besonders gefallen mir die farbenfrohen Märkte. Das spezielle Gefühl, wenn man sich vor Ort sonnengereifte Tomaten oder den einheimischen Feta schmecken lässt, ist mit nichts zu vergleichen. Und ich empfehle unbedingt, von den kandierten Früchten und dem Olivenöl zu probieren – beides sind auch tolle Ferienmitbringsel.»

Mit der unberührten Natur, den einheimischen Leckereien und den herzlichen Bewohnern empfinde sie Kreta als eine sehr ursprüngliche Insel, sagt Christina Surer: «Ich hatte immer das Gefühl, dass der Tourismus hier noch nicht so sehr angekommen war. Natürlich gibt es viele Urlauber, aber die Einheimischen richten nicht ihr ganzes Leben nach ihnen, wie das an anderen Touristenorten der Fall ist. Man kann dort das ‹echte› griechische Leben spüren. Mein Fazit: Chania, ich komme sicherlich wieder!»

Christina Surers Tipps in und um Chania

Samaria-Schlucht ;;; «Die Schluchten auf der Insel zu durchwandern, finde ich wahnsinnig speziell und würde es jedem empfehlen, der auf Kreta zu Besuch ist. Besonders beeindruckt hat mich die Samaria-Schlucht direkt bei Chania. Ich würde allerdings nicht auf eigene Faust loswandern, sondern eine geführte Tour buchen. Die Strecke ist kein Spaziergang!» Buchen kann man zum Beispiel über: ;;; www.greekholidays.travel/tours/tour-Wandertour-Kreta-Samaria-Schlucht-Südkreta.de.html

Markt ;;; «Jeder Kreta-Urlauber sollte mal einen der Märkte in den Dörfern erlebt haben. Hier spürt – und schmeckt – man das echte Griechenland! Unbedingt nicht nur schauen, sondern etwas mitnehmen. Das Olivenöl zum Beispiel ist ein tolles Mitbringsel für die Daheimgebliebenen!» Tipp: Direkt in Chania lockt eine grosse Markthalle mit einem tollen Angebot.

Mega Drive Go Kart;;; «Das muss sein: eine Runde Go-Kart! Die Strecke ‹Mega Drive Go Kart› direkt in Chania ist von mir und der Reisegruppe erprobt und für gut befunden!» ;;; Infos unter: www.megadrive-gokart.gr

Text: Malin Mueller